Heftige Anschuldigungen gegen 24-Jährigen: Zwang verurteilter Straftäter Frau zur Prostitution?

Köln - Die Polizei hat in der Nacht zum gestrigen Donnerstag einen verdächtigen 24-Jährigen am Breslauer Platz vorläufig festgenommen. Der junge Mann steht nach einem lautstarken Streit mit einer Bekannten unter einem schlimmen Verdacht.

Die Polizei nahm den schon einmal verurteilten Straftäter vorläufig fest. (Symbolbild)
Die Polizei nahm den schon einmal verurteilten Straftäter vorläufig fest. (Symbolbild)  © David Interlied/dpa

Nachdem sich der junge Mann mit seiner 22-jährigen Begleiterin einen unüberhörbaren Zoff am Kölner Hauptbahnhof geliefert hatte, eilten die Einsatzkräfte der Wache am Breslauer Platz schnell herbei, um die beiden Streithähne voneinander zu trennen.

Da der Auslöser des Streits nicht direkt ermittelt werden konnte, nahmen die Beamten die 22-Jährige mit zur Dienststelle. Ohne von ihr abzulassen, bedrohte der Mann die junge Frau und ließ sie trotz der Obhut der Polizei nicht in Ruhe.

Auf der Dienststelle packte die 22-jährige Irakerin schließlich aus und beschuldigte den 24-Jährigen, sie am Hauptbahnhof gegen ihren Willen angefasst und in jüngerer Vergangenheit zur Prostitution gezwungen zu haben.

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Der Mann aus Königswinter, der zum Zeitpunkt des Kennenlernens einen durchaus sympathischen Eindruck auf die junge Frau gemacht hatte, setzte sie fortan immer weiter unter Druck und zwang sie dazu, sexuelle Leistungen auf einem Internetportal anzubieten.

Alle Einnahmen sollte die 22-Jährige an ihren unfreiwilligen Zuhälter abgeben. Alle Vorwürfe konnte die Irakerin mit eindeutigen Chatnachrichten beweisen.

24-Jähriger schon einmal verurteilt

Bei einer schnell eingeleiteten und umfangreichen Überprüfung seiner Personalien stellten die Beamten fest, dass der 24-Jährige schon 2018 wegen Zwangsprostitution zu einer Freiheitsstrafe verurteilt wurde.

In Absprache mit der Kriminalpolizei Köln nahmen die Einsatzkräfte den Mann vorläufig fest und stellten seine insgesamt drei Handys sicher. Gegen ihn wird nun erneut wegen des Verdachts der Zwangsprostitution ermittelt.

Titelfoto: David Interlied/dpa

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