Kontrollen am Grenzübergang: Ungar landet im Knast
Marienberg - Für einen Ungarn (39) endete die Einreise nach Deutschland anders als geplant: Er landete in Zwickau im Knast.
Wie die Bundespolizei mitteilte, wollte der 39-Jährige in der Nacht zu Montag, kurz nach Mitternacht, am Grenzübergang Reitzenhain in Marienberg (Erzgebirgskreis) in den Freistaat einreisen. Dabei wurde er von Einsatzkräften der Bundespolizei kontrolliert und das blieb nicht folgenlos:
"Die Überprüfung des 39-jährigen Mannes ergab eine Ausschreibung der Staatsanwaltschaft Erfurt wegen Erschleichen von Leistungen", so ein Polizeisprecher.
Es war auch ein Strafvollstreckungshaftbefehl offen. Da der Ungar die Geldstrafe von 600 Euro nicht aufbringen konnte, ging es für ihn direkt in die Justizvollzugsanstalt nach Zwickau.
Besser erging es einem Rumänen, der am Samstagmittag in Reitzenhain kontrolliert wurde. Dabei kam zwar ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft München zu Tage, wegen des Verstoßes gegen das Ordnungswidrigkeitengesetz. Der Mann konnte die 70 Euro bezahlen und so seine Reise fortsetzen.
Auch ein Bulgare (24) konnte am Samstag eine Strafe direkt bezahlen und weiterreisen. Gegen den Mann lag eine Ausschreibung der Staatsanwaltschaft Bremen vor wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis. Die Strafe betrug 1000 Euro.
Ein 21-jähriger Rumäne konnte ebenfalls eine Strafe von knapp 1000 Euro direkt bezahlen. Er wollte am Freitag einreisen, aber gegen ihn lag ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Passau wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz vor. Der hatte sich mit der Zahlung der Strafe dann erledigt.
Titelfoto: Uli Deck/dpa
