Schorndorf - Nach dem tragischen Tod eines kleinen Mädchens in einem Auto in Schorndorf (Rems-Murr-Kreis) ermittelt die Polizei wegen fahrlässiger Tötung gegen die Mutter.
Gegen die 44-Jährige wurde ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet, teilte ein Polizeisprecher auf Anfrage von TAG24 mit.
Die Mutter befinde sich derzeit in einem Ausnahmezustand, was die Befragungen erschwere.
Die Obduktion des 20 Monate alten Kleinkindes ist für Freitagmorgen geplant. Die Ermittler erhoffen sich durch die Untersuchung, die genaue Todesursache und den konkreten Zeitpunkt des Todes zu bestimmen.
Dabei soll auch geklärt werden, ob die Hitze oder andere gesundheitliche Probleme des Kindes zum Tod geführt haben könnten. In Schorndorf hatte es am Mittwoch Temperaturen um die 30 Grad. Auf Bildern ist zu erkennen, dass der Parkplatz teilsweise im Schatten liegt und teilweise sonnige Bereiche aufweist.
Mutter konnte noch nicht vernommen werden
Derzeit geht die Polizei davon aus, dass das Kind mehrere Stunden im Auto alleine gelassen wurde. Die Mutter habe das Kind mutmaßlich vergessen, das im Wagen in der Richard-Kapphan-Straße gesessen habe.
Am Nachmittag fand die Mutter ihre leblose Tochter. Der Notarzt und der Rettungsdienst versuchten das Kind wiederzubeleben, doch jede Hilfe kam zu spät.
Warum die Mutter das Kind alleine ließ, dazu machten die Ermittler noch keine Angaben. Der Vater ist nach Erkenntnissen der Polizei nicht dabei gewesen.
Die Ermittlungen der Polizei sind in vollem Gange. Die 44-jährige Mutter ist nicht in Haft. Ein Kriseninterventionsteam soll sich um sie kümmern.
Die Mutter hat sich nach Angaben der Polizei einen Anwalt genommen. Bislang wurde sie von den Beamten noch nicht vernommen. Ob sie sich äußern wird und in welcher Form ist zu diesem Zeitpunkt noch unklar.
Ursprungsmeldung 9.45 Uhr, aktualisiert 11.43 Uhr