Mehrere Grapsch-Attacken am Bahnhof: Täter gefasst, doch Polizei sucht nach Opfer
München - Mit einer etwas ungewöhnlichen Situation hat es derzeit die Bundespolizei München zu tun: Nach mehreren Fällen sexueller Belästigung hat man zwar den Täter, allerdings sucht man nach dem Opfer.
Laut Angaben ereignete sich der Vorfall bereits am 16. April am Münchner Hauptbahnhof.
Im Zwischengeschoss soll er sich einer 19-Jährigen von hinten genähert und sie in den Po gekniffen haben.
Als sie ihn zur Rede stellte, ignorierte er die junge Frau. Sie erstattet Anzeige. Die Beamten sicherten daraufhin die Videoaufzeichnungen.
"Im Rahmen der Auswertung stellten die Beamten fest, dass der Tatverdächtige zuvor bereits von Einsatzkräften des Polizeipräsidiums München kontrolliert worden war. Es handelt sich um einen 30-jährigen syrischen Staatsangehörigen", teilten die Ermittler am Dienstag mit.
"Die weiteren Ermittlungen ergaben, dass der Beschuldigte mindestens zwei weitere Frauen auf gleiche Weise sexuell belästigt hatte. Eine erstattete Anzeige, die weitere Geschädigte ist bislang unbekannt."
Frau mit schwarzen Lederhandschuhen und Laptop gesucht
Und genau diese wird gebeten, sich bei den Beamten zu melden. Sie ist etwa 20 bis 30 Jahre alt, 1,75 bis 1,80 Meter groß und hat hellbraune bis dunkelblonde, lange Haare.
Sie trug an diesem Tag hellblaue Jeans, ein weißes Oberteil und eine beige bis hellbraune Jacke. Besonders auch die schwarzen Lederschuhe, die silberne Halskette und ihr silberner Laptop sind hervorzuheben.
Wenn sich die Frau in dieser Beschreibung erkannt hat, wird sie gebeten, sich unter der Telefonnummer 089/515550-0 zu melden.
Titelfoto: 123RF/Iakov Filimonov
