Menschenhandel und Prostitution: Internationale Polizei-Aktion, zwei Festnahmen in Deutschland

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Mainz/Gießen/Brasilien - Es geht um Menschenhandel und die Ausbeutung von Personen mit Trans-Hintergrund aus Brasilien in Zwangs-Prostitution: Mit einem international organisierten Schlag ist die Polizei gegen eine kriminelle Bande vorgegangen, die bundesweit in Deutschland agiert haben soll.

Schlag gegen eine mutmaßliche Schleuserbande: In der zurückliegenden Woche rückten zahlreiche Polizisten zu mehreren Razzien aus. (Symbolbild)
Schlag gegen eine mutmaßliche Schleuserbande: In der zurückliegenden Woche rückten zahlreiche Polizisten zu mehreren Razzien aus. (Symbolbild)  © Montage: Dorothee Barth/dpa, Marius-Becker/dpa, Florian Gürtler/TAG24

Die konzertierten Razzien fanden bereits in der zurückliegenden Woche statt, wie das Polizeipräsidium Mainz und die Staatsanwaltschaft Gießen am Freitag gemeinsam mitteilten.

Demnach wurden mehrere Durchsuchungsbeschlüsse und zwei Haftbefehle bei Polizei-Aktionen in Köln, Düsseldorf und dem Raum Siegen vollstreckt.

Zeitgleich wurden in Brasilien Bankkonten und Immobilien gepfändet. Ebenso wurden 13 Unternehmen durchsucht, "bei denen es sich nach dem derzeitigen Ermittlungsstand um Briefkastenfirmen handeln dürfte, die zum Zweck der Geldwäsche gegründet worden waren", wie ein Sprecher erklärte.

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Bei den Razzien in Deutschland wurden zwei Personen als mutmaßliche Hauptbeschuldigte festgenommen und anschließend einem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Gießen vorgeführt. Dieser setzte die zuvor erlassenen Haftbefehle in Vollzug, die beiden Verdächtigen sitzen seitdem in Untersuchungshaft.

Opfer aus Brasilien in Deutschland als Prostituierte ausgebeutet

Die brasilianischen Opfer der Schleuser wurden als Zwangs-Prostituierte ausgebeutet. (Symbolbild)
Die brasilianischen Opfer der Schleuser wurden als Zwangs-Prostituierte ausgebeutet. (Symbolbild)  © Montage: Andreas Arnold/dpa, Jonas Walzberg/dpa

Die Bande soll über mehrere Jahre hinweg Menschen mit Trans-Hintergrund aus Brasilien nach Deutschland geschleust haben, "um sie hier im Rahmen der Prostitution finanziell auszubeuten", wie es weiter hieß.

Im Laufe der bereits seit September geführten verdeckten Ermittlungen kam heraus, dass die Opfer der Menschenschmuggler den Tätern "eine einmalige Servicegebühr in Höhe von 10.000 Euro sowie eine wöchentliche Servicegebühr" zahlen mussten. Ebenso wurden sie dazu gezwungen, 50 Prozent ihrer Einnahmen als Prostituierte an die Täter abzugeben.

"Im Falle einer Weigerung oder eines beabsichtigten Ausstiegs wurde ihnen mit Repressalien gegenüber Angehörigen im Heimatland sowie mit einer Anzeige bei den deutschen Behörden wegen eines illegalen Aufenthalts gedroht", ergänzte der Sprecher.

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Die Ermittlungen gegen die Beiden Hauptverdächtigen in U-Haft sowie gegen die sonstigen Verdächtigen dauern an.

Titelfoto: Montage: Andreas Arnold/dpa, Jonas Walzberg/dpa

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