Mit Maske und Spielzeugpistole: Zwei 13-Jährige überfallen Friseursalon in Tübingen

Tübingen - Rund zwei Wochen nach einem Raubüberfall auf ein Friseurgeschäft in Tübingen hat die Kriminalpolizei einen Ermittlungserfolg erzielt. Bei den mutmaßlichen Tätern handelt es sich um zwei 13-jährige Jungen.

Die Polizei konnte die Räuber ermitteln. Angeklagt werden können diese allerdings nicht. (Symbolfoto)
Die Polizei konnte die Räuber ermitteln. Angeklagt werden können diese allerdings nicht. (Symbolfoto)  © Daniel Vogl/dpa

Der Vorfall ereignete sich am Abend des 13. Februar 2026. Gegen 19.20 Uhr betraten zwei maskierte Personen den Salon und forderten unter Vorhalt einer Schusswaffe die Herausgabe von Bargeld. Mit mehreren Geldscheinen gelang dem Duo anschließend die Flucht.

Im Zuge der Ermittlungen durch die Kriminalpolizei erhärtete sich jedoch recht schnell der Verdacht gegen die zwei 13-jährigen Jungen aus der Region.

Bei einer richterlich angeordneten Hausdurchsuchung wurden die Beamten fündig. In der Wohnung eines der Jungen entdeckten sie zwei Sturmhauben sowie eine Spielzeugpistole, wie die Polizei am Montag mitteilte.

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Die sichergestellte Spielzeugwaffe passte auf die Beschreibung, die die Angestellten des Salons nach der Tat abgegeben hatten. Die Gegenstände wurden von der Polizei beschlagnahmt.

Obwohl die Ermittler die Tat aufklären konnten, wird es kein Gerichtsverfahren gegen die beiden Tatverdächtigen geben, da in Deutschland die Grenze der Strafmündigkeit bei 14 Jahren liegt. Die beiden 13-Jährigen wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen in die Obhut ihrer Erziehungsberechtigten übergeben.

Titelfoto: Daniel Vogl/dpa

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