Nach explosivem Fund an der A3: Ermittler haben Verdacht

Von Kathrin Zeilmann

Wiesent - Nach dem Großeinsatz auf der A3 mit der Sprengung eines mutmaßlich explosiven Fundes in einem Wagen muss das bayerische Landeskriminalamt (LKA) nun viele offene Fragen klären.

Nach dem verdächtigen Fund in einem Auto auf der A3 haben Ermittler einen Gegenstand gesprengt.
Nach dem verdächtigen Fund in einem Auto auf der A3 haben Ermittler einen Gegenstand gesprengt.  © Armin Weigel/dpa

Vor allem: Erhärtet sich die Spur in die Szene der Geldautomaten-Sprenger, die seit Jahren deutschlandweit aktiv sind?

Ermittelt werde weiter in alle Richtungen, hatte ein LKA-Sprecher am Freitag gesagt. Hinweise auf einen politischen Hintergrund hatte es zunächst nicht gegeben.

Nach Angaben einer LKA-Sprecherin haben sich am Wochenende keine neuen Erkenntnisse in dem Fall ergeben. Die Ermittlungen würden weiter fortgesetzt.

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Das war passiert: In der Nacht zum Freitag hatten Polizisten auf der A3 bei Wiesent im Landkreis Regensburg ein Auto kontrolliert - und dabei mutmaßlichen Sprengstoff, Brecheisen und einen Benzinkanister gefunden. Ob es sich um eine zufällige oder eine gezielte Kontrolle handelte, war zunächst unklar.

Ein größeres Polizeiaufgebot sicherte den Einsatzort weiträumig ab. Spezialisten des LKA aus München wurden angefordert und kamen am Morgen vor Ort zu dem Schluss, dass der Fund zu gefährlich für einen Transport nach München sei - und sprengten ihn kontrolliert an Ort und Stelle.

Die Experten des Landeskriminalamts nahmen die Überreste mit nach München. Dort sollen sie in den kommenden Tagen und Wochen am kriminaltechnischen Institut untersucht werden, sagte ein LKA-Sprecher.

Nach der Verkehrskontrolle musste die A3 in der Oberpfalz gesperrt werden.
Nach der Verkehrskontrolle musste die A3 in der Oberpfalz gesperrt werden.  © Armin Weigel/dpa

Nach Kontrolle auf A3: U-Haft für Fahrerin und Beifahrer

Im Laufe des Tages wurden die 28 Jahre alte Fahrerin und der vier Jahre jüngere Beifahrer einem Ermittlungsrichter vorgeführt – und kamen danach in Untersuchungshaft.

Sie würden dringend der Vorbereitung eines Explosionsverbrechens und Verstößen gegen das Sprengstoffrecht verdächtigt, teilte das LKA mit. Zudem bestehe der Verdacht, dass sie sich zum schweren Bandendiebstahl verabredet haben.

Titelfoto: Armin Weigel/dpa

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