Hohenstein-Ernstthal - Der viertägige Liqui Moly Motorrad Grand Prix 2026 liegt bereits wieder in der Vergangenheit. Die Polizei zog am Sonntagabend ein positives Fazit - nicht nur aufgrund des neuen Besucherrekords.
Es ist der fünfte Rekord in Folge: Die Veranstalter zählten insgesamt 261.813 Besucher am Sachsenring. Im vergangenen Jahr waren es mit 256.441 Gästen über 5000 weniger.
Die Straftaten hingegen gingen zurück. Nachdem im vergangenen 60 Straftaten verzeichnet wurden, waren es am zurückliegenden Wochenende insgesamt 47.
"Ein Schwerpunkt war dabei in den Abend- und Nachtstunden zu verzeichnen", teilte die Polizei mit.
Zwei Anzeigen wurden nach der Verwendung von verfassungswidrigen Kennzeichen gefertigt. Des Weiteren wurden 21 Körperverletzungsdelikte und fünf Diebstahlshandlungen festgestellt.
In insgesamt 15 Fällen musste uneinsichtigen Personen ein Platzverweis ausgesprochen werden. Eine Person verbrachte die Nacht in Polizeigewahrsam.
Auch mehrere Drohnen sorgten für Einsätze auf dem Veranstaltungsgelände. Immer wieder starteten Piloten ihre Flugobjekte ohne Genehmigung. "Das Führen von unbemannten Flugobjekten unterliegt, besonders in der Nähe von Großveranstaltungen, strengen Regularien", erklärte die Polizei. Von solchen Flugobjekte könnte in der Nähe von Menschenansammlungen einige Gefahren ausgehen.
So mussten im Laufe des Wochenendes diverse Flüge unterbunden und in einigen Fällen Anzeigen gefertigt werden.
Kriminalität auf niedrigem Niveau
"Wir blicken auf einen durchgehend erfolgreichen Einsatz zurück. Die Abreise am Sonntag verlief bis auf die erwartbaren Stauerscheinungen problemlos", resümierte die Polizei. Das sei das Ergebnis langjährig erprobten und bewährten Verkehrskonzeptes und der professionellen Umsetzung durch die Einsatzkräfte.
Bezogen auf die hohe Besucherzahl bewege sie die Kriminalität auf niedrigem Niveau und im Mittel der Vorjahre.
Am langen Wochenende waren mehr als 1500 Polizeikräfte im Einsatz. Dabei erhielt die Polizeidirektion Zwickau auch von den anderen sächsischen Polizeidirektionen, der Bereitschaftspolizei, dem Polizeipräsidium für Service und IT und dem Landeskriminalamt Unterstützung.
Aber auch Beamte aus Bayern, Berlin, Brandenburg und Thüringen sowie aus Tschechien waren mit im Einsatz.