Döbeln - Die Polizei entdeckte am Wochenende in Döbeln (Mittelsachsen) einen Mann (24), der offenbar gesundheitliche Probleme hatte. Als die Beamten ihm zu Hilfe kommen wollten, wendete sich das Blatt.
Wie die Polizei am Montag mitteilte, ereignete sich der Vorfall am Samstag gegen 13 Uhr. Eine Streife war auf der Grimmaischen Straße (B175) unterwegs, als die Besatzung den 24-Jährigen entdeckte, der augenscheinlich zitterte. Die Beamten wollten ihn nach seinem Gesundheitszustand befragen und bemerkten dabei einen deutlichen Cannabisgeruch aus dem Rucksack des Deutschen.
"Der Grund für sein Zittern wurde offenbar klar, als die Einsatzkräfte ihn aufforderten, seinen Rucksack zu öffnen", so die Polizei. In dem Rucksack fanden die Einsatzkräfte zwei Tüten mit mehr als 600 Gramm Cannabis.
Der 24-Jährige versuchte daraufhin, sich der Kontrolle zu entziehen. Er haute zu Fuß ab. Die Beamten konnten ihn aber kurz darauf stellen. Die Polizisten wurden dann nicht nur in dem Rucksack des Mannes fündig, sondern auch in seiner Jacke. Dort entdeckten sie ein Tierabwehrspray.
Die Drogen und das Spray wurden sichergestellt. Außerdem musste der 24-Jährige mit aufs Polizeirevier kommen.
Polizei führt Wohnungsdurchsuchung durch
Über die zuständige Staatsanwaltschaft erhielten die Ermittler einen richterlichen Durchsuchungsbeschluss für die Wohnung des Deutschen.
Bei der Durchsuchung wurden weitere 35 Gramm Cannabis gefunden sowie acht Gramm einer kristallinen Substanz. Zudem stießen die Einsatzkräfte in der Wohnung noch auf eine Feinwaage und szenetypisches Verpackungsmaterial. Alles wurde sichergestellt.
Nach der Wohnungsdurchsuchung wurde der 24-Jährige aus den polizeilichen Maßnahmen entlassen. Er muss sich nun wegen des Verstoßes gegen das Konsumcannabisgesetz (unerlaubter Handel unter Mitführens eines gefährlichen Gegenstandes) verantworten.