Schwan-Alarm: Bundespolizei rettet Tiere aus Gleisen
Lindau - Im schwäbischen Landkreis Lindau hat die Bundespolizei am Freitagnachmittag zwei Schwäne aus dem Gleisbereich gerettet. Einer der Vögel war leicht verletzt und musste zum Tierarzt.
"Bundespolizisten haben am Freitag zwei Schwäne aus den Gleisen im Bahnhof Lindau-Insel und von der Thierschbrücke gerettet." Das teilten die Beamten mit. "Einer von ihnen war leicht verletzt, weshalb die Beamten ihn zu einem Tierarzt brachten."
Zunächst ging der Hinweis auf einen Schwan ein, der sich im Gleisbereich des Bahnhofs Lindau-Insel aufhielt.
Als die Streife eintraf, fuhr gerade ein Zug auf das Gleis ein. Der Triebfahrzeugführer bremste den bereits langsam einfahrenden Zug geistesgegenwärtig weiter ab und stoppte direkt vor dem Tier. Die Gleise wurden gesperrt, der Schwan unverletzt geborgen – nach 20 Minuten war der Bahnhof wieder frei.
Rund eine halbe Stunde später meldeten Zeugen einen weiteren Schwan im Gleisbereich auf der Thierschbrücke. Dieser sei vom Zug erwischt worden, teilten Zeugen mit. Die Bundespolizei ließ alle Gleise auf der Brücke sperren und rettete auch diesen Schwan aus dem Fahrbereich der Züge.
Die Beamten brachten das Tier zu einem Tierarzt in Lindau. Die Verletzung sei nicht lebensgefährlich gewesen – nach der Behandlung konnte der Schwan wieder frei gelassen werden.
Die Einsatzkräfte nahmen alles mit Humor: "Ob die beiden Schwäne von Österreich über die Grenze nach Deutschland eingereist waren, konnte wegen fehlender Sprachmittler noch nicht aufgeklärt werden", hieß es in der Meldung.
Titelfoto: Bundespolizeiinspektion Kempten
