Polizei und Feuerwehr sauer: Fake-Anrufer sorgt für zwei Großeinsätze

Schweinfurt - Gleich zweimal kam es in Schweinfurt in der Nacht von Sonntag auf den gestrigen Montag zu größeren Einsätzen von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst, die von einem Fake-Anrufer ausgelöst wurden.

Gleich zweimal rückten Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst mit einem Großaufgebot an. Beide Male stellte sich der Alarm als Fake heraus. (Symbolbild)
Gleich zweimal rückten Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst mit einem Großaufgebot an. Beide Male stellte sich der Alarm als Fake heraus. (Symbolbild)  © Boris Rössler/dpa

Jetzt fahndet die Schweinfurter Polizei intensiv nach dem Täter.

Ein Sprecher berichtete, was genau vorgefallen ist. Gegen 22 Uhr am Sonntagabend hatte ein Unbekannter über eine Notruf-App Feuerwehr und Polizei alarmiert: In der Niederwerrner Straße sei ein Gasrohr geplatzt!

Daraufhin eilten die Einsatzkräfte mit einem Großaufgebot zum genannten Ort und sperrten das Gebiet weiträumig ab, da von einem Ernstfall ausgegangen wurde. Erste Untersuchungen ergaben dann aber schnell, dass das geplatzte Gasrohr nur vorgetäuscht war.

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Etwa zweieinhalb Stunden später erreichte die integrierte Leitstelle von Feuerwehr und Rettungsdienst ein weiterer Alarm über die Notruf-App.

Dieses Mal hieß es, dass eine Person von einem Freund bedroht und verletzt worden sei. Wiederum sollte sich die Tat in der Niederwerrner Straße zugetragen haben, wiederum stellte sich der Alarm als Fake heraus.

Die Ermittler vermuten nun, dass die beiden Notrufe in Zusammenhang stehen.

Außerdem warnte der Polizeisprecher, dass das Absetzen von Fake-Notrufen eine Straftat darstellt.

Diese zieht nicht nur strafrechtliche Konsequenzen mit sich. Auch können dem Anrufer die nicht unerheblichen Kosten für den Einsatz auferlegt werden.

Titelfoto: Boris Rössler/dpa

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