25-Jähriger zeigt Mädchen in Bahnhof sein Glied - als Zugbegleiter hilft, eskaliert die Situation

Lutherstadt Wittenberg - Ein 25-Jähriger hat am Samstag im Hauptbahnhof Lutherstadt Wittenberg zwei Mädchen belästigt. Als ein Zugbegleiter (49) eingriff, eskalierte die Situation.

Im Hauptbahnhof Lutherstadt Wittenberg kam es am Samstag zu einem Polizeieinsatz. (Archivbild)
Im Hauptbahnhof Lutherstadt Wittenberg kam es am Samstag zu einem Polizeieinsatz. (Archivbild)  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Wie die Bundespolizeiinspektion Magdeburg am Montag mitteilte, kam es gegen 11 Uhr auf einem Bahnsteig zu mehreren Vorfällen.

Demnach zeigte der Tatverdächtige den 15 und 16 Jahre alten Teenagerinnen zunächst sein Glied und beleidigte sie "obszön".

Daraufhin habe das Duo den Zugbegleiter eines Regionalexpress um Hilfe gebeten - schließlich seien die Mädchen in die Bahn geflüchtet.

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"Der Tatverdächtige aus Guinea wollte ebenfalls in den Zug einsteigen. Dies wollte der 49-jährige Zugbegleiter verhindern, um die beiden Mädchen zu beschützen", hieß es weiter.

So habe der Zugbegleiter dem 25-Jährige den Zugang zur Bahn verboten - und sei von dem Tatverdächtigen in die Schulter gebissen und ins Gesicht geschlagen worden.

Alkoholtest zeigt: 25-Jähriger ist betrunken

Dabei sei die Brille des 49-Jährigen heruntergefallen. "Er versuchte den Angreifer auf Abstand zu halten und drohte sein Reizstoffsprühgerät an. Als der Tatverdächtige erneut versuchte, ihn zu schlagen, setzte er es ein und sprühte dem Mann ins Gesicht", so die Polizei.

Nach dem Eintreffen der alarmierten Beamten und Rettungssanitäter, sei der 25-Jährige medizinisch versorgt worden. Zudem habe ein Atemalkoholtest gezeigt: Der Angreifer hatte 2,47 Promille intus.

Vor Ort seien dann auch die Polizisten "massiv" von dem betrunkenen 25-Jährigen beleidigt worden. Die Konsequenzen: "Entsprechend erhält der bereits mehrfach polizeilich in Erscheinung getretene Mann Strafanzeigen wegen exhibitionistischer Handlungen, Beleidigungen und Körperverletzung."

Titelfoto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

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