Sie finanzierte so ihr Leben: Verdächtige in zwei Dutzend Diebstahls- und Betrugsfällen ermittelt

Freiberg - Ermittlungserfolg der Polizei in Freiberg (Landkreis Mittelsachsen): Die Beamten konnten eine Verdächtige (29) zu mehr als zwei Dutzend Fällen ermitteln. Es geht um Diebstahls- und Betrugsdelikte. Die Frau sitzt in Untersuchungshaft.

Die 29-Jährige ist in insgesamt 26 Fällen verdächtig. (Symbolfoto)  © 123rf/megaflopp

Die Deutsche soll die Taten zwischen April und September 2025 in Freiberg, aber auch in Oederan begangen haben.

So wird ihr zum Beispiel vorgeworfen, im Mai auf dem Freiberger Wasserberg in eine Wohnung eingebrochen zu sein. Den Schlüssel hatte sie zuvor aus dem Treppenhaus gestohlen. Die Bewohner, die zum Tatzeitpunkt schliefen, hatten diesen dort als Notschlüssel deponiert. Sie soll 50 Euro und eine Kreditkarte geklaut haben. Die Karte nutzte sie dann auch, sodass sich der Schaden auf 3000 Euro summiert.

"Die Tat konnte der 29-Jährigen zugeordnet werden, nachdem sie von Polizisten kontrolliert worden war und bei ihr unter anderem Einbruchswerkzeug, zahlreiche Schlüssel und Geldkarten sowie Briefe von fremden Personen gefunden wurden", teilte die Polizei am Donnerstag mit.

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Die 29-Jährige ist noch in weiteren Fällen verdächtig, wie dem Einbruch in eine Wohnung in der Langen Straße, wo sie Diebesgut im Wert von etwa 13.000 Euro erbeutet hatte. Außerdem soll sie 1000 Euro vom Konto des 67 Jahre alten Opfers abgehoben haben.

Aufnahmen einer Überwachungskamera und DNA-Spuren führten die Ermittler schließlich zu der jungen Frau.

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Briefgeheimnis wurde verletzt

Die Ermittlungen wurden an die Staatsanwaltschaft übergeben.  © Peter Zschage

In mindestens sieben weiteren Fällen soll die Verdächtige Karten aus Postsendungen erbeutet und benutzt haben. Der finanzielle Gesamtschaden liegt bei mehreren tausend Euro.

Die Frau wurde im Oktober festgenommen. Gegen sie wird wegen Diebstahls und Betrugs sowie der Verletzung des Briefgeheimnisses ermittelt.

Die 29-Jährige hat sich zu den Taten eingelassen. Sie nutzte die Beute zur Führung ihres Lebensunterhaltes und für den Betäubungsmittelkonsum. Der insgesamt entstandene Stehlschaden wird auf 20.000 Euro geschätzt.

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Die Ergebnisse der Ermittlungen zu insgesamt 26 Fällen wurden an die Staatsanwaltschaft übergeben.

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