Smartphones im Wert von über 150.000 Euro ergaunert und verkauft: Mutmaßlicher Betrüger in Haft

Thermalbad Wiesenbad - Mit dem Weiterverkauf von ergaunerten Smartphones soll ein 66-jähriger Erzgebirger über einen längeren Zeitraum seinen Lebensunterhalt verdient haben. Jetzt sitzt er im Gefängnis.

Dem 66-Jährigen werden mindestens 153 Betrugsfälle vorgeworfen, bei denen er hochwertige Smartphones ergaunerte. (Symbolbild)
Dem 66-Jährigen werden mindestens 153 Betrugsfälle vorgeworfen, bei denen er hochwertige Smartphones ergaunerte. (Symbolbild)  © 123rf/licsiren1

Wie die Polizei mitteilte, soll der 66-Jährige seit Anfang 2024 in mindestens 153 Fällen hochwertige Smartphones (vor allem Apple iPhones) bei Mobilfunkanbietern bestellt und teils auch Mobilfunkverträge abgeschlossen haben, indem er vorgab, im Auftrag regionaler Unternehmen zu agieren.

Dabei habe er auch Personaldokumente der Unternehmensverantwortlichen gefälscht. Die Lieferungen sollen an vorher von ihm präparierte Briefkästen gegangen sein, wo oft auch die persönliche Übergabe an den Tatverdächtigen stattfand.

Der finanzielle Schaden beläuft sich aktuellen Ermittlungen des Kriminaldienstes des Polizeireviers Annaberg und der Staatsanwaltschaft Chemnitz zufolge auf mehr als 150.000 Euro.

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Die Ermittlungen waren langwierig, heißt es von der Polizei. Doch kurz vor Weihnachten 2025 durchsuchten die Annaberger Beamten die Wohnräume des Mannes in Thermalbad Wiesenbad (Erzgebirge) und konnten zahlreiche Beweismittel, darunter auch Computertechnik und Speichermedien, sicherstellen.

Zwei Drittel der Smartphones ins Ausland verkauft

Am 7. Januar setzten die Polizeibeamten den Haftbefehl bei einem Folgeeinsatz in Vollzug. (Symbolbild)
Am 7. Januar setzten die Polizeibeamten den Haftbefehl bei einem Folgeeinsatz in Vollzug. (Symbolbild)  © Markus Lenhardt/dpa

Da in dem Fall des 66-jährigen Deutschen Wiederholungsgefahr bestand, beantragte die Staatsanwaltschaft einen Haftbefehl am zuständigen Amtsgericht.

Am 7. Januar dieses Jahres wurde dieser bei einem Folgeeinsatz vollstreckt und der Ermittlungsrichter setzte den Haftbefehl schließlich in Vollzug.

Die Ermittlungen dauern indes weiter an. Bei der erfolgten Auswertung der Beweismittel stellte sich heraus, dass der mittlerweile Inhaftierte etwa ein Drittel der Handys hierzulande verkauft hatte.

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Gut zwei Drittel der Smartphones fanden währenddessen im Ausland neue Besitzer.

Titelfoto: 123rf/licsiren1

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