Kamenz - Am Dienstagabend wurde in Kamenz aus einer routinemäßigen Fahrzeugkontrolle eine spektakuläre Verfolgungsjagd.
Gegen 19.45 Uhr versuchten Polizeibeamte auf der Andreas-Günther-Straße, einen 30-jährigen Audi-Fahrer zu stoppen. Doch es kam anders als erwartet: Statt zu bremsen, beschleunigte der Mann und versuchte, sich so der Kontrolle zu entziehen.
Wie ein Sprecher der Görlitzer Polizei gegenüber der TAG24-Redaktion mitteilte, raste der Audi mit überhöhter Geschwindigkeit durch die Stadt - hinter ihm der Streifenwagen.
Die Verfolgungsjagd führte durch einige Kamenzer Straßen und mündete schließlich an einem Ort, mit dem wohl niemand gerechnet hätte: Der 30-Jährige bog mit seiner Karosse auf einen schneebedeckten Spielplatz ab und fuhr mehrere Treppenstufen hinunter.
Auch die Polizisten manövrierten ihren Streifenwagen die Stufen nach unten.
Die Flucht war nicht das einzige Vergehen des Audi-Fahrers
Der 30-Jährige versuchte, über einen Hügel zu fliehen, doch der Schnee wurde dem Flüchtigen zum Verhängnis. Die Reifen des Audis verloren die Haftung auf dem verschneiten Boden - schließlich kam der Mann zum Stehen.
Die zuständigen Beamten nahmen den 30-jährigen Autofahrer noch vor Ort fest. Doch das war nicht das einzige Vergehen des Mannes: Die Polizei stellte einen Alkoholwert von 0,9 Promille fest.
Bei dem Einsatz wurde niemand verletzt. Der Audi erlitt jedoch durch die Treppenstufen einen erheblichen Schaden.
Wie ein Sprecher mitteilte, entstand ein Sachschaden von rund 10.000 Euro. Die Polizei hat nun die Ermittlungen aufgenommen.