Marienberg/Bärenstein - Zwei Männer (35, 47), die in den vergangenen Tagen an Grenzübergängen im Erzgebirge nach Deutschland einreisen wollten, landeten am Ende im Knast.
Wie die Bundespolizei mitteilte, wurden der 35-jährige Bulgare und der 47-jährige Rumäne im Rahmen der wiedereingeführten Grenzkontrollen genauer unter die Lupe genommen.
Bei der Überprüfung des Bulgaren am Mittwoch in Reitzenhain, stellten die Beamten dabei eine Ausschreibung der Staatsanwaltschaft Traunstein zur Strafvollstreckung fest.
"Der Bulgare war vom Amtsgericht Altötting wegen Trunkenheit im Verkehr zu einer Geldstrafe 2500 Euro oder einer Ersatzfreiheitsstrafe von 25 Tagen verurteilt worden", berichtet ein Polizeisprecher. Da der Mann die offene Summe nicht aufbringen konnte, kam er in den Knast.
Ähnlich erging es dem Rumänen am Dienstag am Grenzübergang in Bärenstein. Auch gegen ihn lag eine Ausschreibung zur Strafvollstreckung vor. Wegen besonders schweren Fall des Diebstahls hatte er eine Restfreiheitsstrafe zu verbüßen.
Ein 31 Jahre alter Landsmann hatte dagegen mehr Glück. Er konnte eine offene Geldbuße wegen Verkehrsordnungswidrigkeit in Höhe von 85,50 Euro direkt begleichen. Damit entging er einer Erzwingungshaft von acht Tagen.
Vietnamese wollte ungekühltes Fleisch über Grenze bringen
Bei den Grenzkontrollen kann man auch aus anderen Gründen Ärger bekommen, als wegen offener Ausschreibungen. Anfang Juni erwischten Bundespolizisten einen Vietnamesen (50), der ungezählte Lebensmittel (Hühnchen, Fisch und Gemüse) von Tschechien nach Deutschland bringen wollte. Laut Bundespolizei war er Koch in einem vietnamesischen Bistro.
"Nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt wurde eine Sicherheitsleistung in Höhe von 400 EUR erhoben und die Lebensmittel wurden vernichtet", so die Polizei. Außerdem erhielt der Mann eine Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Lebensmittelgesetz.