Tablet-Jagd durch halb Deutschland hält Polizei auf Trab

Berlin/Cottbus - Die Suche nach einem gestohlenen Tablet hat kürzlich zu einer Schnitzeljagd in gleich drei Bundesländern geführt.

Der Vater posiert freudestrahlend mit dem gefundenen Tablet und den beteiligten Beamten.  © Facebook/Polizei Berlin

Geklaut hatten die Langfinger das elektronische Gerät nämlich in Hannover - bei einem Einbruch in ein Auto, wie die Polizei Berlin bei Facebook mitteilte.

Am Tag darauf gelang es dem Vater, das entwendete Tablet seiner Tochter am Zentralen Omnibus-Bahnhof von Berlin (ZOB) zu orten, sodass er umgehend die Hauptstadtpolizei informierte. Daraufhin machten sich einige Beamte auf den Weg zu dem Busbahnhof, um nach dem Diebesgut zu suchen - gefunden haben sie es zunächst jedoch nicht.

Die nächste Ortung brachte die Einsatzkräfte dann auf die Spur eines Reisebusses, der nach Brandenburg unterwegs war. Allerdings verlief auch hier die Suche erneut erfolglos.

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Die dritte Standortbestimmung führte dann schließlich zum gewünschten Erfolg. Allerdings musste dafür die Polizeibehörde eines dritten Bundeslandes eingeschaltet werden.

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Polizeikräfte retten Fahrgast am ZOB das Leben

Die Einsatzkräfte haben am Zentralen Omnibus-Bahnhof Berlin nach dem Tablet gesucht und dabei einem Fahrgast das Leben gerettet. (Archivfoto)  © Christophe Gateau/dpa

Denn die GPS-Koordinaten lotsten die Ermittler plötzlich in die Nähe von Cottbus, wo endlich der richtige Reisebus aufgespürt wurde. Der Dieb konnte allerdings nicht gefasst werden, denn der tragbare Computer sollte nach Angaben der Polizei als Paket verschickt werden.

Das dürfte dem Vater aber wohl herzlich egal gewesen sein, der übers ganze Gesicht strahlte, als er das Tablet auf der Polizeiwache Calau, rund 30 Autominuten westlich von Cottbus, in Empfang nehmen durfte.

Übrigens: Bei der Schnitzeljagd sind die Berliner Polizisten ganz nebenbei auch noch zu Lebensrettern geworden.

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Bei der Durchsuchung am ZOB erlitt demnach ein Fahrgast einen epileptischen Anfall, sodass die Beamten umgehend Erste Hilfe leisten mussten, bis der Rettungsdienst eintraf und "eine lebensbedrohliche Situation" letztlich abwenden konnte, wie es hieß.

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