Verdächtig gute Jobs: Mit echten Polizisten im Kampf um neue Bewerber

Dresden - Schönheits-OP für die verdächtig guten Jobs: Die sächsische Polizei setzt die Suche nach Nachwuchs neu auf. Mit "echten Polizisten" im Fokus der Kampagne erhofft sich das Innenministerium, den sinkenden Bewerberzahlen entgegenzuwirken.

Innenminister Armin Schuster (63, CDU) blickte hinter die Kulissen.
Innenminister Armin Schuster (63, CDU) blickte hinter die Kulissen.  © Steffen Füssel

Seit 2014 wirbt die Polizei um die "verdächtig guten Jobs" in den eigenen Reihen. Nun komme "ansteckender Teamgeist" hinzu, wie Innenminister Armin Schuster (63, CDU) sagte.

Am Dienstag standen acht "echte" sächsische Polizistinnen und Polizisten für die sozialen Medien vor der Kamera.

Bis Oktober wollen sie damit fehlende Bewerber anziehen. Der Einstellungskorridor, wie ihn Ministeriumssprecher Martin Strunden nennt, sei aber erfüllt.

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Trotzdem gehen die Bewerbungen gerade beim Studium und "Cybercrime" zurück. "Bei dieser demografischen Veränderung ist das normal", so Strunden.

Innenministerium steuert gegen drohende Vergreisung des Freistaats

Fotoschießerei auf dem Hindernisparcours der Offiziersschule.
Fotoschießerei auf dem Hindernisparcours der Offiziersschule.  © Steffen Füssel

Mit 195.000 Euro steuert das Ministerium bereits in diesem Jahr der drohenden Vergreisung des Freistaats entgegen.

Laut Statistischem Landesamt geht 2030 fast jeder fünfte Sachse in Rente, bis 2035 sind es sogar mehr als 30 Prozent.

Titelfoto: Steffen Füssel

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