Von David Nau
Stuttgart - Einige Schülerinnen und Schüler in Baden-Württemberg bekommen eine neue Version ihres Abitur-Zeugnisses, weil der Schnitt wegen eines Softwarefehlers zunächst falsch angegeben war.
Wie das Kultusministerium mitteilte, sind rund 100 Schülerinnen und Schüler von den fehlerhaften Zeugnissen betroffen, in etwa 70 Fällen ändert sich der Abiturschnitt nochmals.
Insgesamt haben in diesem Jahr den Angaben zufolge rund 29.000 Schülerinnen und Schüler im Land ihr Abitur abgelegt.
Für die Betroffenen verschlechtert sich ihre Note laut Ministerium in fast allen Fällen leicht. Demnach geht es bei den meisten Fällen um Veränderungen im Bereich von einem oder zwei Zehntel.
Aus einer 2,4 werde also eine 2,5 oder eine 2,6. Bestanden haben ihr Abitur aber weiter alle betroffenen Schülerinnen und Schüler.
Grund für die falschen Zeugnisse ist laut Ministerium ein Programmierfehler in einer Software, die viele Schulen im Land für die Verwaltung und Planung der gymnasialen Oberstufe einsetzen. Dabei handele es sich um die Software eines kommerziellen Anbieters. Probleme gab es demnach an 54 Schulen im Land.
Welche Folgen die falschen Zeugnisse nun für die betroffenen Schüler etwa bei der Bewerbung auf einen Studienplatz haben, ist noch nicht klar. Man sei mit dem Wissenschaftsministerium im Austausch, um für die betroffenen pragmatische Anpassungen der Note im laufenden Bewerbungsverfahren zu ermöglichen, teilte das Kultusministerium mit.