Von Jana Renkert
Regensburg – Ein sogenannter Super-Recognizer hat nach Polizeiangaben einen gesuchten 29-Jährigen am Regensburger Hauptbahnhof erkannt. Der Beamte der Bundespolizei mit der besonderen angeborenen Fähigkeit, Gesichter außergewöhnlich gut zu erkennen, war bei seinem normalen Streifengang unterwegs, als ihm am Karfreitag der Tatverdächtige auffiel.
Super-Recognizer können Personen selbst nach Jahren oder bei deutlich verändertem Aussehen sofort identifizieren – eine Fähigkeit, die weit über die normale menschliche Gesichtserkennung hinausgeht und nicht erlernbar ist.
Anfang März hatte der Tatverdächtige in einem Lokal am Regensburger Hauptbahnhof einen Mann mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Der Super-Recognizer, ein Bundespolizist, erkannte ihn am Karfreitag während seines Streifendienstes und stellte seine Identität fest, wie die Polizei mitteilte.
Der 29-Jährige räumte ein, die Tat begangen zu haben. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der Mann wieder auf freien Fuß gesetzt. Die weiteren Ermittlungen dauern an.
Bei der Bundespolizei gibt es laut einem Sprecher "nur ganz wenige Beamte mit diesem Talent". Auch durch Künstliche Intelligenz könne die Fähigkeit nicht so einfach ersetzt werden: "Die KI könnte schnell überfordert sein", so der Sprecher.
Den Angaben zufolge ist der Bundespolizist mit dem besonderen Talent als gewöhnlicher Kontroll- und Streifenbeamter im täglichen Einsatz.