Zwei Menschen aus Volksbank befreit: Täter auf der Flucht, Polizei spricht von 1,80 Meter großem Mann

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Sinzig - Großeinsatz am Freitag im rheinland-pfälzischen Sinzig: In der Filiale einer Volksbank kam es zu einer mutmaßlichen Geiselnahme, die Polizei rückte mit einem Großaufgebot aus. Am Nachmittag erfolgte dann der Zugriff: Zwei Personen wurden unverletzt aus einem verschlossenen Raum befreit! Am späten Nachmittag legte die Polizei eine erste Täterbeschreibung vor.

Die Polizei ist mit einem Großaufgebot in Sinzig im Einsatz.
Die Polizei ist mit einem Großaufgebot in Sinzig im Einsatz.  © Sascha Ditscher/dpa

Es könne davon ausgegangen werden, "dass mindestens ein männlicher Täter, ca. 1,80 m groß, bekleidet mit einem weißen Overall (ähnlich 'Imkeranzug') gegen 9 Uhr den Mitarbeiter eines Geldtransportunternehmens abgepasst und diesem ein mitgeführtes Behältnis mit Bargeld entwendet hat", teilte die Polizei in ihrer "vorläufigen Abschlussmeldung" mit.

Aber: Nach der Befreiung ist nicht mehr klar, ob es sich überhaupt um eine Geiselnahme handelte, wie anfangs vermutet worden war. Eventuell sei es lediglich eine Freiheitsberaubung gewesen, hieß es vonseiten der Polizei.

"Wir sind über den Tag von einer Geiselnahme ausgegangen", sagte ein Sprecher. Er ergänzte, dass es sich bei den befreiten Menschen vermutlich um die Opfer handele.

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Weitere Personen wurden in der Bank nicht angetroffen. Der oder die Täter konnten offenbar entkommen. Eine Fahndung wurde eingeleitet.

Wie der oder die Täter die Bankfiliale unerkannt verlassen konnten, ist noch unklar. Es wird vermutet, dass die Flucht "unmittelbar nach Einschließen der Personen" erfolgte. Ob die Täter mit Beute flohen, ist ebenfalls noch unbekannt.

"Die Polizei stellt klar, dass der Schutz möglicher Opfer mit Beginn der Lage oberste Priorität hatte", betonte der Sprecher.

Angehörige des Spezialeinsatzkommandos (SEK) führten den Zugriff in Sinzig aus.
Angehörige des Spezialeinsatzkommandos (SEK) führten den Zugriff in Sinzig aus.  © Thomas Frey/dpa
Zahlreiche schwer bewaffnete Beamten rückten aus.
Zahlreiche schwer bewaffnete Beamten rückten aus.  © Sascha Ditscher/dpa
Sämtliche Straßen rund um die betroffene Filiale der Volksbank wurden abgesperrt.
Sämtliche Straßen rund um die betroffene Filiale der Volksbank wurden abgesperrt.  © Thomas Frey/dpa
Die Polizei ging davon aus, dass sich die Täter in der Bankfiliale verschanzt hatten - offenbar waren die Kriminellen da aber schon entkommen.
Die Polizei ging davon aus, dass sich die Täter in der Bankfiliale verschanzt hatten - offenbar waren die Kriminellen da aber schon entkommen.  © Thomas Frey/dpa

Alarm in Sinzig: Auch Feuerwehr und Rettungsdienst rückten aus

Alarm in der Innenstadt von Sinzig: In einer Filiale der Volksbank kam es zu einer mutmaßlichen Geiselnahme.
Alarm in der Innenstadt von Sinzig: In einer Filiale der Volksbank kam es zu einer mutmaßlichen Geiselnahme.  © Sascha Ditscher/dpa

Kurz vor dem Zugriff durch Kräfte des Spezialeinsatzkommandos (SEK) hatte die Polizei mitgeteilt, dass ein Verhandlungs-Team in Sinzig eingetroffen sei. Zu diesem Zeitpunkt gingen die Beamten noch von einem längeren Einsatz aus.

Bei einer der mutmaßlichen Geiseln sollte es sich um den Fahrer eines Geldtransporters handeln, der am Morgen vor der Bank ankam und von dem oder den Tätern dort abgepasst wurde.

Der Alarm in der 17.000 Einwohner großen Stadt im Landkreis Ahrweiler war gegen 9 Uhr ausgelöst worden. Zahlreiche Einsatzkräfte rückten in der Folge in die Sinziger Innenstadt aus. Hubschrauber kreisten tief über der Bank-Filiale. Die Straßen rund um den Tatort wurden abgesperrt, auch Spezialkräfte waren im Einsatz.

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Rettungsdienst und Feuerwehr rückten ebenfalls aus. Im Pfarrheim St. Peter wurde eine Notfall-Station eingerichtet.

Eine Gefahr für die Bevölkerung bestand laut Polizei durchgehend nicht, die Innenstadt sollte jedoch gemieden werden. Darüber hinaus baten die Beamten eindringlich, über Social-Media-Kanäle keine ungesicherten Informationen zu verbreiten.

Der Artikel wird fortlaufend aktualisiert. Erstmeldung: 11.03 Uhr, zuletzt angepasst: 17.14 Uhr.

Titelfoto: Thomas Frey/dpa

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