Corona-Betrug: Festnahmen in NRW und Italien, doch Millionen-Summe bleibt verschwunden

Köln/Italien – Wegen des mutmaßlichen, Millionen schweren Betrugs mit Corona-Test-Abrechnungen hat es in Nordrhein-Westfalen und Italien Durchsuchungen der Polizei und mehrere Festnahmen gegeben.

Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer hat in einer Pressekonferenz weitere Details bekannt gegeben.
Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer hat in einer Pressekonferenz weitere Details bekannt gegeben.  © Marius Becker/dpa

Es seien auch vier Haftbefehle vollstreckt worden, teilten die Ermittler am frühen Dienstagmorgen in Köln mit.

Eine Betrüger-Bande soll sich mit der Abrechnung von erfundenen Corona-Tests aus nicht existenten Testzentren im Raum Köln mehr als 16 Millionen Euro erschlichen haben, hieß es dann in einer Pressekonferenz am Nachmittag.

Insgesamt gebe es 22 Beschuldigte in dem Verfahren. Der "mutmaßliche Hauptdrahtzieher" sei auf Sizilien festgenommen worden.

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Die Gruppe soll zum Nachteil der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein Geld für angebliche Corona-Tests kassiert haben, die sie aber gar nicht durchgeführt hatte, weil die vermeintlichen Testzentren dazu gar nicht existierten.

Von rund 21,5 Millionen beantragten Geldern seien rund 16,6 Millionen tatsächlich ausgezahlt worden, so die Ermittler.

Mehr als sechs Millionen seien beschlagnahmt worden. Es fehle damit aber weiterhin eine Millionensumme.

Originalmeldung von 9.14 Uhr, aktualisiert um 15.05 Uhr

Titelfoto: Marius Becker/dpa

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