Groß-Razzia in Dresdner Neustadt wegen Riesen-Graffiti: Polizei gibt neue Details preis

Dresden - Eine Großrazzia sorgte am Dienstag in der Dresdner Neustadt für Aufsehen. Der Grund für die Durchsuchungen: mehrere Schmierereien, die in den Morgenstunden zuvor in der Sächsischen Schweiz entdeckt worden waren. Nun gibt es neue Details.

Vermummte Polizisten rückten am Dienstagnachmittag in die Dresdner Neustadt zur Schönbrunnstraße an.
Vermummte Polizisten rückten am Dienstagnachmittag in die Dresdner Neustadt zur Schönbrunnstraße an.  © xcitepress

Im Rahmen einer Fahrzeugkontrolle waren kurz nach 3.30 Uhr vier Personen mit Farbanhaftungen auf der B172 aufgegriffen worden. "Es handelte sich um drei Männer und eine Frau im Alter zwischen 19 und 22 Jahren", erklärte Frank Rehbein (46), Sprecher der zuständigen Bundespolizei Berggießhübel, am Mittwoch gegenüber TAG24.

Beamte hätten daraufhin am Güterbahnhof von Bad Schandau ein kürzlich aufgebrachtes, knapp 1000 Quadratmeter umfassendes Riesen-Graffito an Lärmschutzwänden festgestellt.

Daraufhin seien am Dienstagnachmittag die Wohnungen der mutmaßlichen Täter durchkämmt worden. Sie hätten sich sowohl in der Dresdner Neustadt als auch in einem Fall in Dessau-Roßlau befunden.

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Während man in Sachsen-Anhalt erfolglos geblieben sei, habe man in Sachsens Landeshauptstadt mögliche Beweise sichern können. "Es wurden Sprayer-Utensilien gefunden und zudem Speichermedien beschlagnahmt", so Rehbein.

Die Einsatzkräfte stellten mögliches Beweismaterial sicher.
Die Einsatzkräfte stellten mögliches Beweismaterial sicher.  © xcitepress
Um diese Graffiti am Güterbahnhof von Bad Schandau soll es gehen.
Um diese Graffiti am Güterbahnhof von Bad Schandau soll es gehen.  © Marko Förster

Das konfiszierte Material werde nun ausgewertet. Die vier Tatverdächtigen seien mittlerweile wieder auf freiem Fuß. "Es laufen Ermittlungen wegen Sachbeschädigung", so der Sprecher abschließend.

Erstmeldung vom 26. August, 16.44 Uhr. Letzte Aktualisierung am 27. August, 12.51 Uhr.

Titelfoto: Montage: xcitePress, Marko Förster

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