Leipzig - Im Kampf gegen Kinderpornografie und sexuellen Missbrauch von Minderjährigen hat die Leipziger Kripo am Freitag eine großangelegte Razzia durchgeführt. Unter Verdacht stehen 24 Männer - der jüngste Beschuldigte ist fast selbst noch ein Kind.
Die Durchsuchungen im Auftrag der Staatsanwaltschaft fanden an 24 Orten im Zuständigkeitsbereich der Polizei Leipzig im Zeitraum zwischen 6 und 13 Uhr statt, berichtete Sprecher Moritz Peters am Samstag.
Demnach seien die Beamten der Kriminalpolizei von der sächsischen Bereitschaftspolizei unterstützt worden.
Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft "unter anderem wegen des sexuellen Missbrauchs von Kindern, dem Erwerb und Verbreiten von kinder- und jugendpornografischen Inhalten und anderen Sexualdelikten zum Nachteil von Kindern" richten sich ausschließlich gegen männliche Personen im Alter zwischen 14 und 71 Jahren.
Insgesamt konnten die Einsatzkräfte 90 Datenträger sicherstellen, darunter Smartphones, Tablets, Laptops und PCs. Die Geräte müssen nun von einem Fachmann ausgewertet werden, was allerdings einige Zeit dauern wird.
Bei den Durchsuchungen am Freitag wurde vorerst niemand festgenommen, die Ermittlungen gegen alle verdächtigen Personen laufen.
Erst Mitte April hatte es in Leipzig und Umgebung eine ähnlich gelagerte Razzia gegeben. Damals richteten sich die Ermittlungen gegen 25 Männer im Alter zwischen 22 und 72 Jahren.