Mega-Razzia! Hunderte Polizisten jagen illegale Schleuser - zahlreiche Festnahmen

Köln/Düsseldorf/Bergisch Gladbach - In mehreren Städten Nordrhein-Westfalens haben am heutigen Mittwochmorgen Hunderte Polizisten eine Großrazzia gegen illegale Schleuser gestartet!

Einsatzkräfte der GSG9 waren mit einem Großaufgebot an der internationalen Razzia beteiligt.
Einsatzkräfte der GSG9 waren mit einem Großaufgebot an der internationalen Razzia beteiligt.  © IMAGO / Chris Emil Janßen

Im Fokus der Aktion stehen demnach kurdisch-irakische Tatverdächtige, die in der Vergangenheit Tausende Menschen illegal über den Ärmelkanal nach England geschleust haben sollen.

Neben 28 Wohnobjekten in NRW sollte es auch in Hessen, Bayern, Schleswig-Holstein, Frankreich, Großbritannien und den Beneluxstaaten zu Durchsuchungen und Verhaftungen kommen. Insgesamt sollen allein in NRW 700 Einsatzkräfte beteiligt gewesen sein, berichtet die DPA.

Samt schwerem Geschütz und Maschinenpistolen verschafften sich Spezialeinsatzkräfte der GSG9 am Morgen Zutritt zu den Wohnungen, sprengten dabei sogar etliche Türen auf.

Großrazzia gegen Schleuserbande geht weiter: Erneute Durchsuchungen in NRW
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Auch in Köln-Seeberg (bei Chorweiler) und Düsseldorf soll es demnach Durchsuchungen von bewaffneten Spezialkräften gegeben haben.

Ebenso umstellten vermummte Polizisten auch in Bergisch Gladbach ein Mehrfamilienhaus. Augenblicke später betraten Einsatzkräfte der GSG9 das Haus, nachdem sie die Tatverdächtigen und Nachbarn mit einer lauten Explosion aus dem Schlaf gerissen hatten.

Einsatzkräfte der GSG9 durchsuchten am Mittwochmorgen eine Wohnung in Düsseldorf.
Einsatzkräfte der GSG9 durchsuchten am Mittwochmorgen eine Wohnung in Düsseldorf.  © Justin Brosch/dpa
Auch Fahrzeuge wurden am Mittwochmorgen kontrolliert und durchsucht.
Auch Fahrzeuge wurden am Mittwochmorgen kontrolliert und durchsucht.  © Daniel Evers

Großrazzia dauerte bis Mittwochmittag - etliche Haftbefehle vollstreckt

Gegen wen sich der Vorwurf der illegalen Schlepperei genau richtet, war laut BILD zunächst nicht bekannt. Nach dpa-Informationen soll es sich jedoch um ein irakisch-kurdisches Schleuser-Netzwerk gehandelt haben, das unter anderem Boote zur Überquerung des Ärmelkanals nach Großbritannien beschafft haben soll.

Insgesamt sollen bei der Razzia Haftbefehle im zweistelligen Bereich vollstreckt worden sein.

Erstmeldung vom 21. Februar, 8.28 Uhr. Letztes Update: 18.38 Uhr.

Titelfoto: IMAGO / Chris Emil Janßen

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