Paket-Razzia in Deutschland: Zoll nimmt Verteilerzentren ins Visier
Von Dorothea Hülsmeier, Maurice Hossinger
Köln - Im ganzen Land werden seit den frühen Morgenstunden Firmen von Paketzustellern unter die Lupe genommen und kontrolliert.
Im Detail geht es dabei um Verteilzentren verschiedener großer Dienstleister, teilte ein Sprecher des Hauptzollamts Köln auf dpa-Anfrage mit.
Es gehe speziell darum, die Fahrer der Firmen anzutreffen. Denn diese würden häufig um ihren Mindestlohn gebracht, indem etwa bestimmte Arbeitszeiten wie Pausen, Wartezeiten oder Leerfahrten nicht erfasst würden.
Die Fahrer hätten von ihrem Mindestlohn in Höhe von 13,90 Euro pro Stunde auf dem Papier nichts, wenn am Ende bestimmte Stunden nicht bezahlt würden, heißt es.
Die Schwerpunktkontrollen seien dem Hauptzollamt zufolge erst der Auftakt.
Später werde bei genaueren Prüfungen von Geschäftsunterlagen und der Lohnfinanzbuchhaltung der Paketzusteller untersucht, ob der Mindestlohn auch gezahlt werde.
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