In Bayern gelten 171 Kinder als vermisst: LKA kündigt Aktionstag an

München - Es ist der absolute Horror für Eltern, wenn der Punkt erreicht ist, die Polizei anzurufen und zu sagen: "Mein Kind ist nicht nach Hause gekommen." Derzeit gelten 171 Kinder unter 14 Jahren in Bayern als vermisst. Ein Aktionstag soll das Thema in den Fokus rücken.

Die allermeisten Fälle bei verschwundenen Kindern und Jugendlichen klären sich schnell positiv auf. Doch die Polizei warnt davor, die Lage zu unterschätzen.  © 123RF/samarttiw

Diesen kündigt das Bayerische Landeskriminalamt für den 25. Mai an. Am "Tag der vermissten Kinder" sollen die Bürger für dieses Problem sensibilisiert werden.

Man ruft bewusst dazu auf, dass Eltern und Angehörige nicht zögern sollen die Polizei zu informieren, wenn Kinder und Jugendliche ihr gewohntes Umfeld verlassen haben und ihr Aufenthaltsort unbekannt bleibt.

"Diese kann dann sofortige Fahndungsmaßnahmen einleiten, aktiv an bekannten Aufenthaltsorten suchen oder Familie, Freunde und Verwandte nach möglichen Hinweisen befragen", heißt es in einer Mitteilung.

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"Die Polizei geht dann grundsätzlich davon aus, dass eine Gefahr für Leib und Leben besteht – bis Ermittlungen etwas anderes ergeben."

Von den aktuell (Stand: 18. Mai) 171 Kindern, die derzeit im Freistaat vermisst werden, zählen 126 zu den "Ausreißern", die bereits mehrmals weggelaufen sind. Ein Großteil der Kinder kommt in der Regel nach wenigen Tagen wieder wohlbehalten zurück.

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Die Beamten betonen, dass diese Zahlen nur eine Momentaufnahme sind. 2025 wurden 1044 Kinder vermisst – und davon wurden 970 Fälle kurze Zeit später wieder aufgeklärt.

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