Mutter tauchte vor Jahren mit ihren Kindern unter: Wo stecken Frieda und Alfons?
Frankfurt/Oder - Fast fünf Jahren sind verstrichen, seit Frieda und Alfons verschwanden. Auch von ihrer Mutter Karla S. fehlt jede gesicherte Spur. Nun gehen die Behörden auf der Suche nach den Geschwistern erneut an die Öffentlichkeit.
Die Kinder (damals sieben und acht Jahre alt) wurden im August 2021 von ihrer Mutter Karla S. ohne rechtliche Grundlage aus ihrem familiären Umfeld mitgenommen, teilten die Staatsanwaltschaft Cottbus und das Polizeipräsidium Brandenburg gemeinsam mit.
Nach Angaben der Ermittler begründete die Mutter ihr Vorgehen in einem Abschiedsbrief mit ihrer Ablehnung der staatlichen Corona-Maßnahmen, die sie als Einschränkung ihrer persönlichen Freiheit empfunden habe. Trotz umfangreicher Ermittlungen fehlt von der Familie bislang jede gesicherte Spur.
Die letzten bekannten Kontobewegungen stammen den Angaben zufolge aus dem März 2023 und wurden in Chemnitz registriert.
Zudem gab es Hinweise, dass sich die Mutter mit den beiden Kindern im Frühjahr 2023 zeitweise auf einem Bauernhof im mecklenburg-vorpommerischen Buggenhagen aufgehalten haben könnte.
Nach Behördenangaben besuchen die Kinder seit ihrem Verschwinden keine Schule mehr. Ärztliche Untersuchungen seien seit 2021 nicht dokumentiert, zudem bestehe offenbar seit 2023 kein Krankenversicherungsschutz mehr.
Fahndungskampagne "Spurlos verschwunden"
Sind Alfons, Frieda und ihre Mutter im Raum Frankfurt (Oder)?
Nach jüngsten Erkenntnissen könnten sich die Kinder gemeinsam mit ihrer Mutter im Raum Frankfurt (Oder) aufhalten.
Die Ermittlungsbehörden bitten Zeugen, die Hinweise zum Aufenthaltsort der Kinder oder ihrer Mutter geben können, sich bei der Polizei zu melden. Nutzt dazu das entsprechende Formular auf der Seite des Bundeskriminalamtes oder wählt die Telefonnummer 0355-4937-1227.
Anlass des erneuten Aufrufs ist der internationale Tag der vermissten Kinder. Das BKA startete daher eine bundesweite Fahndungskampagne zu ungeklärten Vermisstenfällen.
Unter dem Titel "Spurlos verschwunden" rückt die Behörde sechs Fälle von Kindern und Jugendlichen in den Fokus, die seit Jahren als vermisst gelten.
Ziel sei es, durch neue öffentliche Aufmerksamkeit weitere Hinweise aus der Bevölkerung zu erhalten.
Titelfoto: Polizeipräsidium Brandenburg

