Seit Jahren "Spurlos Verschwunden": Das sind die schlimmen Schicksale von sechs Kindern
Deutschland - Am 25. Mai war der "Tag der vermissten Kinder" - allein in Deutschland werden jedes Jahr Zehntausende Kinder und Jugendliche als vermisst gemeldet. 2025 waren es rund 108.900 Fälle. Zwar kehren fast 98 Prozent der Vermissten unversehrt zu ihren Familien zurück, doch etwa zwei Prozent bleiben spurlos verschwunden.
Anlässlich dieses Tages startete das Bundeskriminalamt (BKA) die gleichnamige Kampagne "Spurlos Verschwunden".
Diese soll vor allem Familien helfen, endlich Antworten zu finden, und das Thema gleichzeitig stärker in das öffentliche Bewusstsein rücken.
Auch prominente Unterstützung fand die Kampagne: Der "Aktenzeichen XY… Ungelöst"-Moderator Rudi Cerne (67) rief dazu auf, bei der Suche nach vermissten Kindern zu helfen.
Mit verschiedenen Öffentlichkeitsfahndungen will das BKA möglichst viele Menschen erreichen und die Aufmerksamkeit auf dieses wichtige Thema lenken.
Stellvertretend für die vielen ungeklärten Vermisstenfälle veröffentlichte das BKA zudem sechs Schicksale von Kindern, die bis heute spurlos verschwunden sind.
Seit 1985 wird Sven Hollstein vermisst. Zum Zeitpunkt seines Verschwindens war er gerade einmal sechs Jahre alt und wurde zuletzt im Erdgeschoss seines Wohnhauses in Ludwigshafen gesehen.
Fünf weitere Kinder bleiben weiterhin "Spurlos Verschwunden"
Im November 2000 verschwand die damals zwölfjährige Sandra Wißmann in Berlin. Kurz vor ihrem Verschwinden wurde sie noch von Verkäuferinnen beim alleinigen Einkaufen gesehen, zuletzt wurde sie im Bereich des Kottbusser Damms gesichtet.
Katrin Konert verschwand nur wenige Monate später, am 1. Januar 2001, im Alter von 15 Jahren. Sie war gerade auf dem Heimweg, doch ihre Spur verlor sich in Bergen an der Dumme.
Auch Inga Gehricke bleibt bis heute vermisst. Das damals fünf Jahre alte Mädchen verschwand 2015 während eines Familienausflugs in Stendal. Die Vermisstensuche bewegt die Öffentlichkeit schon seit vielen Jahren.
Die Geschwister Alfons und Frieda Schulz (damals 8, 7) gelten seit 2021 als vermisst. Ihre Mutter hatte sie ohne rechtliche Grundlage ihrem familiären Umfeld entzogen. In einem Abschiedsbrief begründete sie ihre Entscheidung unter anderem mit den damaligen Corona-Maßnahmen, die sie als Einschränkung ihrer Freiheit empfand.
Nach jüngsten Hinweisen könnten sich die Kinder gemeinsam mit ihrer Mutter im Raum Frankfurt (Oder) aufhalten.
Neben den oben genannten sechs Fällen gibt es noch Hunderte weitere. Jeder noch so kleine Hinweis könnte bei Vermisstenfällen entscheidend sein. Wer Beobachtungen gemacht hat oder Informationen zu vermissten Kindern geben kann, sollte sich an die zuständigen Behörden wenden.
Der Tag der vermissten Kinder wurde 1983 in den USA ins Leben gerufen, nachdem ein Vermisstenfall dort weltweit für großes Aufsehen gesorgt hatte. Bis heute findet dieser Tag international am 25. Mai statt, um die Öffentlichkeit für vermisste Kinder und Jugendliche zu sensibilisieren und auf deren Schicksal aufmerksam zu machen.
Titelfoto: Bundeskriminalamt

