Vor fünf Jahren aus Einkaufszentrum entführt: Polizei spürt vermisstes Kind (8) in Mexiko auf

Vancouver (USA)/Michoacán (Mexiko) - Durchbruch bei den Ermittlungen um die vermisste Aranza Maria Ochao Lopez (8)! Fünf Jahre nach ihrer Entführung konnte das Mädchen endlich wohlbehalten aufgefunden werden.

Aranza Maria Ochao Lopez (heute 8) verschwand 2018 in einem Einkaufszentrum in Vancouver.
Aranza Maria Ochao Lopez (heute 8) verschwand 2018 in einem Einkaufszentrum in Vancouver.  © FBI Seattle

Die damals vierjährige Aranza wurde 2018 aus einem Einkaufszentrum in Vancouver im US-Bundesstaat Washington, wo sie mit ihrer Pflegefamilie wohnte, entführt.

Jetzt, fünf Jahre später, gelang es den Ermittlern, das Kind in Mexiko aufzuspüren. Aranza, die mittlerweile acht Jahre alt ist, konnte wohlbehalten wieder in die USA zurückgebracht werden.

Mexikanische Behörden fanden das vermisste Kind im Februar in Michoacán, im Westen von Mexiko. Daraufhin wurde es dem FBI übergeben, das Aranza dann nach Hause brachte.

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Im Mittelpunkt der Ermittlungen stand von Anfang an die Mutter des Mädchens. Bereits im September 2019 wurde Aranzas leibliche Mutter Esmeralda Lopez-Lopez im mexikanischen Pueblo festgenommen.

Dort wurde Aranza außerdem zum letzten Mal gesichtet, doch ihre Spur verlor sich daraufhin.

FBI gab vermisstes Kind nie auf

Das FBI suchte mehr als vier Jahre lang nach dem Mädchen. In der Zwischenzeit wurde ihre Mutter festgenommen und verurteilt.
Das FBI suchte mehr als vier Jahre lang nach dem Mädchen. In der Zwischenzeit wurde ihre Mutter festgenommen und verurteilt.  © FBI Seattle

Auch als sich Lopez-Lopez im Januar 2021 der Entführung, des Raubüberfalls und der Einmischung in das Sorgerecht schuldig bekannte, sollte das die Ermittler vorerst nicht weiterbringen. Denn die leibliche Mutter des Mädchens wollte den Aufenthaltsort von Aranza nicht preisgeben.

Doch das FBI bemühte sich weiter um die Aufklärung des Falls und setzte eine Belohnung von 10.000 US-Dollar für Hinweise aus.

Mit Erfolg: Die Achtjährige konnte jetzt endlich wieder ihrer Pflegefamilie übergeben werden. Dort lebte Aranza bereits seit 2017, weil die Behörden laut news.com.au vermutetet hatten, dass Esmeralda Lopez-Lopez ihre Tochter missbrauchen würde.

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"Mehr als vier Jahre lang haben das FBI und unsere Partner Aranza nicht aufgegeben", erklärt Richard A. Collodi, Special Agent des FBI in Seattle. "Unser Anliegen wird es nun sein, Aranza zu unterstützen, wenn sie ihre Wiedereingliederung in die USA beginnt."

Ihre leibliche Mutter wurde bei dem Prozess im Jahre 2021 zu 20 Monaten Gefängnis verurteilt.

Titelfoto: FBI Seattle

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