Köln - Ein aktueller Fall bringt das "Team für Tiere Köln" so richtig auf die Palme: Nachdem zwei Katzen ausgesetzt wurden, mussten die Tierfreunde extra die Feuerwehr anrufen - nur, damit die Vierbeiner in einem örtlichen Tierheim untergebracht werden dürfen.
Die beiden Miezen wurden vor wenigen Tagen von einem Mann an der Kasinostraße in der Kölner Innenstadt ausgesetzt. Eine Augenzeugin informierte daraufhin die Tierretter, die sich umgehend auf den Weg machten. Vor Ort hätten die beiden verängstigten Katzen dann auch schnell gesichert werden können, berichtet das "Team für Tiere" in den sozialen Medien.
So weit, so gut - doch das eigentliche Problem sollte erst noch folgen. Weil das Tierheim in Köln-Zollstock aufgrund eines Pilzbefalls nämlich weiterhin keine neuen Tiere aufnehmen darf, stellte sich die Frage: Wohin mit den beiden Schmusetigern?
Zwar darf das Tierheim in Dellbrück inzwischen wieder Neuzugänge in seine Obhut nehmen. "Aber nicht, wenn wir sie bringen", mahnen die Tierretter. Stattdessen sei eine Aufnahme ausschließlich dann möglich, wenn die Tiere von Einsatzkräften der Feuerwehr gebracht werden.
Gesagt, getan: Die Tierretter nahmen mit den Miezen im Gepäck den Weg zur Feuerwache nach Ostheim auf sich. "Von dort wurde der Tiertransport der Feuerwehr organisiert, der die beiden schließlich ins Tierheim nach Dellbrück brachte", heißt es in dem Post weiter.
Angesichts dieses Organisationswusts zeigen sich die Retter fassungslos. "Wir wissen inzwischen wirklich nicht mehr, ob wir darüber lachen oder weinen sollen", schreiben sie.
Fundkatzen leben aktuell im Tierheim Köln-Dellbrück
Schließlich koste jeder Einsatz des Feuerwehr-Tiertransports Geld, das die notorisch klamme Stadt eigentlich gar nicht hat, kritisiert das "Team für Tiere Köln" und ergänzt:
"In einer Situation, in der die Stadt an allen Ecken und Enden sparen muss, wirkt es schon absurd, dass durch solche bürokratischen Umwege Ressourcen der Feuerwehr gebunden und zusätzliche Kosten verursacht werden."
Den beiden Fundkatzen ist das aber erst einmal egal - sie haben ihr neues Zuhause auf Zeit in Dellbrück bezogen und sind wohlauf und in Sicherheit. Wer der Eigentümer ist, ist allerdings unklar. Gechippt waren die beiden Vierbeiner nicht.