Coronavirus in NRW: Corona-Lage an NRW-Schulen bessert sich etwas

Köln – Die NRW-Politik hat auf die steigenden Corona-Zahlen mit neuen Maßnahmen reagiert. In einigen Städten gibt es beispielsweise nun eine Sperrstunde. Wir geben einen Überblick auf die aktuellen Entwicklungen in der Corona-Krise in NRW.

Der Landtag hat die Verlängerung der sogenannten "Pandemischen Lage" in NRW um zwei Monate beschlossen.
Der Landtag hat die Verlängerung der sogenannten "Pandemischen Lage" in NRW um zwei Monate beschlossen.  © Federico Gambarini/dpa

Die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus sollten bis Anfang Januar weiter gelten, sagte Laschet am Mittwoch in Düsseldorf nach den Bund-Länder-Beratungen zur Corona-Pandemie.

"Alle Restaurants sind geschlossen, auch an Weihnachten."

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Nordrhein-Westfalen bleibt mit 4231 am Samstag neu registrierten Fällen hoch. Am Vortag waren es noch 5011 registrierte Infektionen.

Die wichtige Kennziffer der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen lag am Samstagmorgen (Stand: 0 Uhr) laut Landeszentrum Gesundheit (LZG) bei 145,4 und damit leicht unter dem Vortageswert (150).

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Alle Ticker-Meldungen bis zum 10. Oktober findest Du hier.

Update, 29. November, 15.14 Uhr: Kölner Inzidenz bei 125,7

Wie die Stadt Köln am Sonntag informierte, gibt es auf dem Gebiet der Stadt Köln 2250 aktiv Corona-Infizierte. Aktuell liegt die Inzidenzzahl in Köln bei 125,7. Die Reproduktionszahl liegt derzeit bei 0,94.

Nach Angaben der Stadt befinden sich 314 Personen im Krankenhaus in stationärer Quarantäne, davon 96 auf der Intensivstation.

Dem Gesundheitsamt wurden außerdem vier weitere verstorbene Personen, die positiv auf das Corona-Virus getestet wurden, gemeldet: eine 84-Jährige, eine 85-Jährige, eine 75-Jährige und ein 91-Jähriger. Alle Verstorbenen waren vorerkrankt.

Bislang sind somit 234 Kölner Bürgerinnen und Bürger, die positiv auf Corona getestet wurden, gestorben.

Update, 29. November, 15.04 Uhr: Erster Advents-Samstag mit viel weniger Kunden als sonst

Der erste Advents-Samstag ist aus Sicht des Handels durchwachsen verlaufen.
Der erste Advents-Samstag ist aus Sicht des Handels durchwachsen verlaufen.  © Fabian Strauch/dpa

Nachdem am Rabatte-Tag Black Friday viele Fußgängerzonen in NRW voll waren und einzelne Einkaufszentren zeitweise geschlossen wurden, ist der Advents-Samstag aus Sicht des Handels durchwachsen verlaufen.

Laut Handelsverband NRW gaben bei einer Umfrage unter rund 250 Mitgliedern etwa 40 Prozent an, dass nur bis zu 40 Prozent der Kunden des Vorjahres gekommen seien - und auch die Umsätze entsprechend ausfielen.

"Viele Händler sagten: 'Es war okay - für Corona'", so eine Verbandssprecherin am Sonntag.

Update, 29. November, 12.41 Uhr: NRW-Kabinett tagt mit Spahn in Düsseldorfer Stadion

Im Düsseldorfer Fußballstadion wird in wenigen Tage das NRW-Kabinett mit Gesundheitsminister Jens Spahn tagen.
Im Düsseldorfer Fußballstadion wird in wenigen Tage das NRW-Kabinett mit Gesundheitsminister Jens Spahn tagen.  © Bernd Thissen/dpa

Das nordrhein-westfälische Kabinett wird am Dienstag gemeinsam mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) im Düsseldorfer Fußballstadion "Merkur Spiel-Arena" tagen. Das bestätigte ein Sprecher der Staatskanzlei am Sonntag.

Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hatte den Plan zuvor beim Deutschlandfunk angesprochen. Laut Staatskanzlei werden Laschet, Spahn und die Landesminister in einem der großen Konferenzräume innerhalb der Arena zusammen kommen.

Das Stadion soll laut Stadt bald auch als Impfzentrum dienen. Auch dafür sollen Räume in der Arena genutzt werden, so dass dort weiter Fußball gespielt werden kann.

"Der Anforderungskatalog des Landes, der für das Impfzentrum bis zu 2400 Impfungen pro Tag vorsieht, wird mit diesem Standort besonders gut erfüllt", hatte die Leiterin des städtischen Corona-Krisenstabs, Helga Stulgies, am Freitag gesagt.

Update, 29. November, 12.31 Uhr: Aussetzen des Ski-Tourismus im Sauerland wird geprüft

Der Ski-Tourismus im Sauerland wird möglicherweise ebenfalls in den Weihnachtsferien ausgesetzt. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sagte am Sonntag im Deutschlandfunk, dass man dies zurzeit prüfe. Man wolle auf die Betreiber in den dortigen Ski-Gebieten zugehen und "da auch vorbildlich handeln".

Italien und Frankreich handelten seiner Ansicht nach vorbildlich, so Laschet. Beide Länder haben angekündigt, die Ski-Pisten beziehungsweise Lifte zu schließen. Wenn Österreich sich dem Aussetzen des Ski-Tourismus verweigere, werde das niemand unterbinden können, sagte Laschet.

Update, 29. November, 10.11 Uhr: Münster als erste NRW-Großstadt unter 50er-Inzidenz

Ein erster orangefarbener Fleck auf der sonst roten NRW-Karte des Robert-Koch-Instituts (RKI): Münster hat am Sonntag erstmals seit Ende Oktober mit 41,5 wieder eine Sieben-Tage-Inzidenz unter dem Grenzwert von 50 ausgewiesen.

Den höchsten Wert erreichte am Sonntag laut RKI Solingen mit 261,2 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Der NRW-weite Wert lag am Sonntag bei 146,0.

Die Kennzahl 50 war im Oktober noch wichtig, da damals regionale Maßnahmen noch an diesen Wert gekoppelt waren. So mussten ab dieser Zahl Veranstaltungen verkleinert oder Sperrstunden für die Gastronomie verhängt werden.

In der aktuellen Coronaschutz-Verordnung wird dazu kein Unterschied mehr gemacht, da durch den "Lockdown Light" Veranstaltungen praktisch komplett verboten und Restaurants – bis auf das Mitnahme-Geschäft – geschlossen sind.

Update, 29. November, 7.10 Uhr: Corona-Lage an NRW-Schulen bessert sich etwas

An Schulen in Nordrhein-Westfalen fällt wieder weniger Unterricht aus. (Symbolbild)
An Schulen in Nordrhein-Westfalen fällt wieder weniger Unterricht aus. (Symbolbild)  © Daniel Bockwoldt/dpa

Der Corona-bedingte Unterrichtsausfall an den Schulen in Nordrhein-Westfalen ist leicht zurückgegangen. In der vergangenen Woche habe an 3692 Schulen regulärer Präsenzunterricht stattgefunden, berichtete Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Der Anteil der Schulen mit regulärem Unterrichtsbetrieb stieg damit gegenüber der Vorwoche von 79,9 auf 81,3 Prozent. 13 Schulen waren geschlossen. In 838 Schulen befanden sich in Folge von Maßnahmen der örtlichen Gesundheitsbehörden Schüler oder Lerngruppen in Quarantäne.

Insgesamt konnten 1,98 Millionen Schülerinnen und Schüler am Unterricht in den Schulen teilnehmen, rund 64.000 befanden sich in Quarantäne, bei knapp 5000 wurde eine Corona-Infektion bestätigt.

Auch der Prozentsatz der Schülerinnen und Schüler, die am Präsenzunterricht teilnahmen, erhöhte sich damit leicht von 95,4 auf 95,9 Prozent. Die Zahl der Lehrerinnen und Lehrer, die an ihren Schulen vor Ort unterrichteten, lag mit gut 151.000 ebenfalls leicht über dem Niveau der Vorwoche.

"Ich freue mich, dass die Zahlen sich in dieser Woche erkennbar stabilisieren und nochmals dokumentieren, dass unsere Schulen keine Hotspots sind", sagte Gebauer. Der gesellschaftliche Kontaktverzicht wirke auch zu Gunsten der Schülerinnen und Schüler und trage dazu bei, die Schulen weitgehend offen- und den Präsenzunterricht aufrechterhalten zu können.

Update, 28. November, 15.30 Uhr: Kölner Inzidenz bei 121,2

Mit Stand Samstag, 28. November 2020, gibt es auf dem Gebiet der Stadt Köln 2067 aktiv Corona-Infizierte. Die Inzidenzzahl liegt in Köln aktuell bei 121,2, die Reproduktionszahl bei 0,93.

304 Personen befinden sich derzeit im Krankenhaus in stationärer Quarantäne, davon 100 auf der Intensivstation, teilte die Stadt Köln am Donnerstag mit.

Update, 28. November, 14.31 Uhr: NRW hilft Obdachlosen im Corona-Winter

Für die Unterstützung der Obdachlosen im Corona-Winter 2020/21 stellt das Land Nordrhein-Westfalen 340.000 Euro zur Verfügung (Symbolbild).
Für die Unterstützung der Obdachlosen im Corona-Winter 2020/21 stellt das Land Nordrhein-Westfalen 340.000 Euro zur Verfügung (Symbolbild).  © picture alliance / dpa

Für die Unterstützung der Obdachlosen im Corona-Winter 2020/21 stellt das Land Nordrhein-Westfalen 340.000 Euro zur Verfügung.

Damit könnten etwa Schlafsäcke und Rucksäcke beschaffen werden, aber auch Desinfektionsmittel oder haltbare Lebensmittel, sagte NRW-Sozialminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Samstag.

Nach Angaben des Ministeriums soll es auch möglich sein, mit dem Geld alternative Möglichkeiten für eine warme Übernachtung zu finanzieren, zum Beispiel in beheizten größeren Zelten, in denen die Corona-Hygienevorschriften und -Abstandsregeln eingehalten werden können.

Mehr als 90 freie Träger der Wohnungslosenhilfe aus allen Teilen des Landes stünden bereit, um das Winter-Hilfspaket in einem zügigen Verfahren zu erhalten und zu verteilen.

"Gerade in der kalten Jahreszeit ist es wichtig, und erst recht unter Corona-Bedingungen, die Menschen, die kein eigenes Dach über dem Kopf haben, verstärkt im Blick zu haben und den Ärmsten der Armen in bewährter Weise unkompliziert zu helfen", sagte Laumann.

Update, 28. November, 11.50 Uhr: Corona-Wochenwert sinkt in NRW weiter

In NRW gibt es am Samstag 4231 neu registrierte Corona-Fälle. (Symbolbild)
In NRW gibt es am Samstag 4231 neu registrierte Corona-Fälle. (Symbolbild)  © Tom Weller/dpa

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Nordrhein-Westalen bleibt mit 4231 neu registrierten Fällen hoch. Doch sinkt die wichtige Kennziffer der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen weiter, wie das Landeszentrum Gesundheit (LZG) am Samstag mitteilte.

Danach lag der Wochenwert am Samstagmorgen (Stand: 0 Uhr) bei 145,4 – nach rund 150 Fällen am Freitag und 154 Fällen am Mittwoch. Vor knapp drei Wochen hatte der Wert sogar noch bei 168,5 gelegen.

Die meisten Neuinfektionen in NRW wurden den jüngsten Angaben zufolge in Hagen registriert, wo die Wocheninzidenz bei 260,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in den vergangenen sieben Tagen lag.

Sehr hohe Werte meldeten auch die Gesundheitsämter des Kreises Lippe (232,5) der Städte Solingen (220,4) und Duisburg (217,4). Insgesamt wiesen am Samstag acht Kreise und kreisfreie Städte des bevölkerungsreichsten Bundeslandes einen Wochenwert von über 200 aus. Am geringsten war die Wocheninzidenz in Münster (51,1) und im Kreis Coesfeld (73,0).

Insgesamt registrierte das LZG bis Samstagmorgen innerhalb eines Tages 4231 neue Infektionen. Am Freitag waren es noch 5011 neue Fälle. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich auf insgesamt 3380.

Update, 28. November, 10.39 Uhr: Corona-Masken bescheren Modehersteller Van Laack Umsatzsprung

Der rasche Einstieg in die Produktion von Mund-Nasen-Masken hat dem Mönchengladbacher Modehersteller von Laack einen massiven Wachstumsschub beschert.

"Im aktuellen Geschäftsjahr wird sich der Umsatz dank mehr als 100 Millionen verkaufter Masken und zwölf Millionen Kittel mindestens verdoppeln", sagte Firmenchef Christian von Daniels der Düsseldorfer Rheinischen Post.

Van Laack produziert aktuell nach eigenen Angaben rund 15 Millionen Stoffmasken im Monat, die anschließend in mehr als 30.000 Verkaufsstellen vertrieben werden – von Griechenland bis Portugal. In der Spitze, also etwa im Mai, seien im Monat sogar eine Million Masken produziert worden, sage der Firmenchef.

Viele andere Modehersteller hätten die Chancen, die das Produkt Mund-Nasen-Schutz biete, verschlafen, meinte er.

Dass das Geschäft mit den Corona-Masken nicht ewig so weiter laufen wird, ist dem Unternehmer bewusst. "Es wäre aber wünschenswert, wenn diese Form von Hygiene auf einem gewissen Niveau erhalten bleiben würde – und die Maske als Accessoire in der Handtasche der Dame oder der Aktentasche des Herrn ihren Platz findet", meint er.

Titelfoto: Daniel Bockwoldt/dpa

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