Blutige Messer-Attacke in Kölner Hotel: War Rache das Motiv?

Köln - Zwei Männer schwer verletzt - der Tatverdächtige (28) in Untersuchungshaft. Nach der schrecklichen Bluttat in einem Hotel in Kalk gibt es neue Erkenntnisse.

In diesem Hotel in Kalk verletzte ein Belgier (28) zwei Männer so schwer, dass sie notoperiert werden mussten.
In diesem Hotel in Kalk verletzte ein Belgier (28) zwei Männer so schwer, dass sie notoperiert werden mussten.  © Lars Jäger

Was war geschehen? Am Samstagmorgen war es in Köln zu einer folgenschweren Auseinandersetzung gekommen. Bei einem Streit hatte ein 28-jähriger Belgier zwei Männer so schwer mit einem Messer verletzt, dass diese notoperiert werden mussten.

Der Tatverdächtige verließ daraufhin das Hotel. Doch der Hotelier alarmierte sofort die Polizei. Diese konnte den mutmaßlichen Messerstecher noch im Innenhof des Hotels festnehmen.

Aber wieso kam es überhaupt zu der Auseinandersetzung?

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Nach Angaben der Kölner Staatsanwaltschaft kam es bereits am Freitag zu einem Streit zwischen dem Belgier und einem der späteren Opfer auf der Dillenburger Straße in Kalk. Alle drei sollen sich ein Hotelzimmer geteilt haben.

Nach Informationen des Express hatte der Tatverdächtige das Zimmer auf seinen Namen gebucht.

Der 28-Jährige wurde bei der Auseinandersetzung am Vortag so schwer verletzt, dass er die Nacht in einem Krankenhaus in Kalk verbringen musste, erklärte Ulrich Bremer, Sprecher der Kölner Staatsanwaltschaft.

Tatverdächtige besorgt sich Messer im Discounter

Die Polizei hat den Verdächtigen am Wochenende festgenommen.
Die Polizei hat den Verdächtigen am Wochenende festgenommen.  © Vincent Kempf

Nachdem der belgische Staatsbürger dann am Samstag wieder entlassen wurde, soll er sich in einem Discounter ein Messer gekauft haben. Anscheinend war der Tatverdächtige auf Rache aus.

Daraufhin kam es zu der blutigen Messer-Attacke im besagten Hotel. Der 28-Jährige soll auf einen der Männer losgegangen sein. Dabei stach er mehrfach auf ihn ein. Das zweite Opfer soll dann versucht haben, den Belgier abzuhalten, und erlitt dabei ebenfalls starke Verletzungen.

Mittlerweile sitzt der Beschuldigte in Untersuchungshaft. Ihm werden versuchter Totschlag sowie gefährliche Körperverletzung in zwei Fällen vorgeworfen.

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Da der mutmaßliche Messerstecher keinen festen Wohnsitz in Deutschland hat, besteht Fluchtgefahr. Zu den Tatvorwürfen schweigt der Belgier.

Titelfoto: Lars Jäger

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