Explosion in Hotelkomplex: Dramatische Wendung bei den Ermittlungen

Köln - Eine Woche ist es her, dass es in einem Hotel in der Kölner Innenstadt zu einer folgenschweren Explosion gekommen ist. Jetzt nehmen die Ermittlungen eine dramatische Wendung.

In der Kölner Innenstadt hat es am Mittwoch (7. Januar) eine schwere Explosion gegeben.  © Federico Gambarini/dpa

Denn wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft gegenüber dem "Kölner Stadt-Anzeiger" bestätigt hat, ermittle man inzwischen wegen versuchten Mordes.

"Nach derzeitigem Ermittlungsstand bestehen Anhaltspunkte für die Mordmerkmale des gemeingefährlichen Mittels und der Heimtücke", macht der Sprecher klar.

Ein 26-jähriger Mann aus Belgien soll die schwere Explosion verursacht haben. Demnach gehen die Ermittler davon aus, dass dieser in seinem Hotelzimmer Suizid begehen wollte.

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Es sei im Hotel "Löwenbräu" zu einer Verpuffung und einem anschließendem Brand in einem Zimmer auf der dritten Etage gekommen, die dabei komplett zerstört wurde.

Das betroffene Stockwerk des Hotels ist wegen der schweren Brandschäden immer noch nicht bewohnbar. Denn mehrere Fenster wurden durch die Explosion beschädigt.

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Zwei weitere Personen bei Explosion im Kölner Hotel verletzt

Die Polizei ermittelt inzwischen wegen versuchten Mordes.  © Federico Gambarini/dpa

Neben dem Verursacher, der mit lebensgefährlichen Brandverletzungen in ein Krankenhaus gebracht werden musste, wurden zwei weitere Personen leicht verletzt.

Unter anderem verletzte sich ein Feuerwehrmann, der sich bei dem Einsatz das Knie verdreht hatte.

"Hinweise auf eine Beteiligung weiterer Personen oder auf eine technische Ursache liegen aktuell nicht vor. Ungeachtet dessen dauern die Ermittlungen zur Ursache und zum Tatmotiv weiterhin an", erklärte ein Polizeisprecher kurz nach der Tat.

Normalerweise zieht es die Redaktion von TAG24 vor, nicht über mögliche Suizide zu berichten. Da inzwischen Mord-Ermittlungen laufen, hat sich die Redaktion für eine Berichterstattung entschieden.

Solltet Ihr selbst von Suizid-Gedanken betroffen sein, findet Ihr bei der Telefonseelsorge rund um die Uhr Ansprechpartner, natürlich auch anonym. Telefonseelsorge: 08001110111 oder 08001110222 oder 08001110116123.

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