Handgranate ohne Sicherung in Garten platziert: Polizei nimmt 30-Jährigen fest

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Von Jonas-Erik Schmidt

Köln - Über ein Jahr nach dem Fund einer Handgranate in einem Kölner Vorgarten haben Einsatzkräfte einen 30-Jährigen festgenommen, der hinter der Aktion stecken soll.

Die Polizei vermutet, dass der 30 Jahre alte Tatverdächtige Verbindungen ins Rockermilieu haben könnte. (Symbolfoto)
Die Polizei vermutet, dass der 30 Jahre alte Tatverdächtige Verbindungen ins Rockermilieu haben könnte. (Symbolfoto)  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Er werde unter anderem der besonders schweren räuberischen Erpressung und dem versuchten Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion verdächtigt, teilten die Beamten mit. Mutmaßlich habe er Verbindungen ins Rockermilieu.

Im März 2025 sollen mehrere Pistolenschüsse auf die Fassade eines Mehrfamilienhauses im Kölner Stadtteil Höhenhaus abgegeben worden sein. Wenig später fand man zudem eine Handgranate vor dem Gebäude – mit gezogenem Splint.

Ein Defekt habe damals die Detonation verhindert, so die Polizei. Die Handgranate wurde von einem Entschärfer kontrolliert gesprengt.

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Die Ermittler gehen davon aus, dass der nun festgenommene 30-Jährige einen bisher nicht identifizierten Mittäter beauftragt hatte, einen anderen Mann massiv einzuschüchtern, um von diesem einen sechsstelligen Geldbetrag zu erpressen.

Der unbekannte Mittäter habe daraufhin die Schüsse abgegeben. Dem 30-Jährigen werfen sie vor, die Handgranate platziert zu haben.

Einsatzkräfte stellen Mobiltelefone sicher

Bei dem Einsatz gegen den Mann wurden nach Polizeiangaben am Donnerstag mehrere Wohnungen durchsucht – unter anderem auch die eines mutmaßlichen Komplizen. Beteiligt waren demnach Spezialeinheiten.

Es seien mehrere Mobiltelefone sichergestellt worden. Waffen habe man nicht gefunden, hieß es. Die Suche nach dem noch nicht identifizierten mutmaßlichen Mittäter gehe weiter.

Titelfoto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

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