Köln - Jetzt sind alle juristischen Fragen geklärt: Das ikonische Flügelauto wird nach über drei Jahrzehnten vom Turm des historischen Zeughauses in der Innenstadt abgenommen.
Das hat die Stadt Köln am Montag mitgeteilt. Demnach beginnen die Abbauarbeiten bereits am Donnerstag (13. August) gegen 22 Uhr. Im Anschluss soll der "Goldene Vogel" in den Ford-Werken restauriert werden, ehe er voraussichtlich im ersten Quartal 2027 auf dem Maritim-Hotel am Heumarkt seinen neuen Platz findet.
Grund für die Abnahme sind bauliche und statische Erfordernisse am Zeughaus. In dem denkmalgeschützten Gebäude war jahrelang das Kölnische Stadtmuseum (KSM) beheimatet, bevor es aufgrund eines Wasserschadens in das ehemalige Modehaus Sauer in die Innenstadt umzog.
Untersuchungen hatten zuvor ergeben, dass die Last des etwa vier Tonnen schweren Flügelautos sowie die durch starke Winde erzeugten Bewegungen bereits zu Schäden am Mauerwerk geführt hatten.
Mit dem Abbau sollen nun weitere Schäden vermieden und die Sicherheit des Gebäudes gewährleistet werden, betont die Stadt.
Kölnisches Stadtmuseum übergibt Skulptur von HA Schult an Eigentümer von Maritim-Gebäude
Die Skulptur des Künstlers HA Schult (87) thront seit dem 25. April 1991 auf dem Treppenturm des Zeughauses. Eigentümer des Kunstwerks ist der Förderverein "Freunde des Kölnischen Stadtmuseums e.V.", der es dem KSM bislang als Dauerleihgabe zur Verfügung stellte. Mit der Abnahme wird das Flügelauto nun dem Eigentümer des Maritim-Hotelgebäudes, der Art-Invest Real Estate, übergeben.
"Wir freuen uns sehr über diese Lösung. Damit bleibt ein für unsere Stadt und seine jüngere Geschichte wichtiges und symbolhaftes Objekt auch weiterhin und weithin sichtbar", sagt Museumsdirektor Dr. Matthias Hamann dazu.
Dr. Konrad Adenauer, Vorsitzender des Fördervereins, zeigt sich ebenfalls zufrieden: "Als Freundeskreis ist es uns ein Anliegen, dass das Flügelauto öffentlich sichtbar bleibt. Dies ist nun mit vereinten Kräften gelungen."
Zuvor war über viele Monate darüber diskutiert worden, wie es mit dem umgebauten Ford Fiesta weitergehen soll. Unter anderem hatten juristische Fragen den Prozess immer wieder verzögert. Dabei ging es etwa auch darum, wer sich um die Zustandspflege der Skulptur kümmere und wer im Falle von Schäden finanziell haftbar sei. Diese Fragen sind nun geklärt.