Nach Corona-Flaute: Media Markt und Saturn merken neues Kundenverhalten

Düsseldorf – Der Elektronikhändler Ceconomy hat mit seinen Ketten Media Markt und Saturn nach dem Ende der Corona-bedingten Ladenschließungen schnell wieder Tritt gefasst.

Nach Schließungen im April haben Media Markt und Saturn wieder geöffnet.
Nach Schließungen im April haben Media Markt und Saturn wieder geöffnet.  © Marius Becker/dpa

Die geschlossenen Geschäfte hatten den Konzern während der Corona-Zwangspause hart getroffen. Doch danach erholte sich das Geschäft überraschend zügig wieder. Großer Gewinner war das Online-Angebot. Und das wird Folgen haben.

Der Online-Handel wuchs im dritten Quartal (April bis Juni) um rund 145 Prozent und liefert damit inzwischen mehr als ein Drittel des Gesamtumsatzes.

"Die Pandemie hat definitiv als Beschleuniger für unser Online-Geschäft gewirkt", sagte Ceconomy-Chef Bernhard Düttmann. Dies werde auch Auswirkungen auf die Zukunftsstrategie des Konzerns haben.

"Die Märkte werden weiterhin eine wichtige Rolle in unserer Omni-Channel-Strategie spielen, aber wir müssen und werden uns an das veränderte Kundenverhalten anpassen", kündigte Düttmann an.

Corona-Krise hat das Kundenverhalten neu geprägt

Media Markt und Saturn gehören zum Ceconomy-Konzern.
Media Markt und Saturn gehören zum Ceconomy-Konzern.  © Armin Weigel/dpa

Deutlich verändert hat die Pandemie nach Düttmanns Worten in den vergangenen Monaten auch die Kundenbedürfnisse.

Vor allem die Nachfrage nach Computern, Unterhaltungs-Hardware und Fernsehgeräten stieg deutlich, dagegen sank der Umsatzanteil von Mobil- und Haushaltsgeräten.

Trotz deutlich eingebrochener Quartalszahlen lagen die Umsätze des Handelsriesen im Mai mit 1,55 Milliarden Euro schon wieder um 3 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Im Juni übertrafen die Verkaufszahlen mit 1,75 Milliarden Euro den Vorjahreswert sogar um 12 Prozent, so das Unternehmen.

Im April waren insgesamt 881 der 1025 Märkte von Ceconomy in Europa geschlossen.

Deshalb lag der Umsatz von Ceconomy zwischen April und Juni mit 4,1 Milliarden Euro um 10 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Titelfoto: Marius Becker/dpa

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