Von Christoph Dernbach
Köln - Das Kölner KI-Start-up DeepL baut seine Technologie zur Sprachübersetzung in Echtzeit deutlich aus.
Mit neuen Sprachmodellen für die Anwendung "DeepL Voice" will der deutsche KI-Vorreiter nicht mehr nur gesprochene Wörter übersetzen, sondern auch den individuellen Klang der Stimme sowie Tonfall, Sprechtempo und Emotionen über Sprachgrenzen hinweg bewahren.
Damit will sich das Kölner Unternehmen gegen die Konkurrenz von US-Technologiekonzerne wie Microsoft, OpenAI und Google behaupten.
Bislang lieferte die vor gut einem Jahr gestartete Lösung vor allem Untertitel in Videokonferenzen. Nun rückt die direkte Voice-to-Voice-Übersetzung ins Zentrum.
Eine neu vorgestellte Desktop-App für Windows und Mac klinkt sich nahtlos in Plattformen wie Zoom, Microsoft Teams und Google Meet ein. Sprecher können in über 30 Sprachen übersetzt werden, die Funktion "Speaker Match" erhält die Stimmidentität dabei zunächst in 14 Sprachen aufrecht.
Das 2017 gegründete Unternehmen beschäftigt rund 900 Mitarbeiter und zählt über 200.000 Geschäftskunden. Zu den Geldgebern gehören renommierte Wagniskapitalgeber wie Benchmark, IVP und Index Ventures.