Von Volker Danisch
Düsseldorf - Der eintägige Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr ist zu Ende: Seit Betriebsbeginn in der Nacht zu Dienstag fahren Busse, U-Bahnen und Stadtbahnen in NRW wieder planmäßig.
Der Betrieb gehe wieder ganz normal los, hieß es etwa bei den Kölner Verkehrs-Betrieben (KVB) mit Blick auf das Ende des Warnstreiks. Ähnliches war auch bei der Gewerkschaft Verdi zu hören.
Betroffen waren nahezu alle großen kommunalen Nahverkehrsbetriebe in NRW, wie etwa auch die Rheinbahn in Düsseldorf, DSW21 in Dortmund oder etwa der Verkehrsbetrieb der Stadtwerke Münster.
Verdi NRW hatte für Montag in rund 30 kommunalen Verkehrsbetrieben Beschäftigte zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. 12.000 Beschäftigte waren der Gewerkschaft zufolge dem Aufruf zu Arbeitsniederlegungen gefolgt. Die Aachener Verkehrsbetriebe Aseag sind eine der wenigen Ausnahmen in NRW, auf die sich die Tarifverhandlungen nicht beziehen.
Millionen Fahrgäste waren von dem eintägigen Warnstreik betroffen. Nur noch wenige Busse von Subunternehmen konnten in vielen Regionen fahren. Die bestreikten Verkehrsbetriebe verwiesen darauf, dass der Bahnverkehr mit Regionalzügen und S-Bahn-Linien nicht von dem Tarifkonflikt betroffen ist.
Gleicher Lohn, weniger Stunden: Das fordert die Gewerkschaft Verdi von den Verkehrsbetrieben
Die erste Verhandlungsrunde für die etwa 30.000 Beschäftigten in rund 30 kommunalen Verkehrsbetrieben in NRW blieb am 21. Januar ohne Ergebnis. Verdi NRW will die wöchentliche Arbeitszeit von 39 Stunden bei vollem Lohnausgleich verkürzen. Die Ruhezeit zwischen zwei Schichten soll von 10 auf 11 Stunden erhöht werden. Der Zuschlag für Sonntagsarbeit soll steigen.
Der Kommunale Arbeitgeberverband Nordrhein-Westfalen wirft Verdi vor, die Augen vor der desolaten Finanzlage der kommunalen Verkehrsbetriebe zu verschließen. Die Tarif- und Entgeltbedingungen hätten sich schon deutlich verbessert, sodass der Nahverkehr bereits jetzt attraktive Arbeitsplätze biete.