Köln - Der Kölner Zoo darf sich über Nachwuchs bei den Neuguinea-Filandern freuen. Das neugierige, kleine Jungtier verlässt inzwischen sogar schon den Beutel seiner Mutter, um die Anlage zu erkunden.
Die Neuguinea-Filander zählen zu den kleineren Kängurus.
Das Geschlecht des Jungtiers ist zurzeit noch unbekannt. Eltern sind der vierjährige Gerry und die dreijährige Gisela, die aus Tschechien in den Kölner Zoo gekommen sind.
Im Gegensatz zu anderen Arten zeichnen sich Neuguinea-Filander durch einen stämmigen Körperbau aus. Ihre Hinterbeine sind deutlich länger als die Vorderbeine, ihr Schwanz ist relativ kurz und nur spärlich behaart. Ihr Fell ist in einem dunklen Graubraun gefärbt, die Unterseite ist allerdings deutlich heller.
In der freien Wildbahn leben die kleinen Beuteltiere vorwiegend in Regenwäldern und Regenwald-Savannen-Mischgebieten in Papua-Neuguinea. Als reine Pflanzenfresser ernähren sie sich hauptsächlich von Gräsern und Blättern.
In ihrer Heimat werden die Neuguinea-Filander allerdings wegen ihres Fleischs gejagt. Im südöstlichen Neuguinea sind sie daher inzwischen verschwunden und auch andernorts gehen die Bestände immer weiter zurück. Die Weltnaturschutzunion (IUCN) listet sie als "gefährdet".