Köln - Fans des Kölner Zoos müssen jetzt ganz stark sein: Philippinenkrokodil-Weibchen "Pangalawa", auch "Pangi" genannt, hat die Domstadt verlassen und lebt nun unter der australischen Sonne.
Dahinter steckt der Schutz der vom Aussterben bedrohten Reptilien: Im Zoo von Melbourne soll sich "Pangi" mit dem dort lebenden Krokodil-Mann "Luzon", dessen Weibchen vor einiger Zeit verstorben ist, paaren und im besten Fall für Nachwuchs sorgen.
Die erste Hürde dafür hat sie schon genommen: Seit Januar 2026 lebt sie in ihrem neuen Gehege in Down Under. Den Transport habe sie gut überstanden und müsse sich nun in aller Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen, berichtet der Zoo am Donnerstag.
Bis sie mit ihrem Zukünftigen zusammengebracht werden kann, wird es allerdings noch etwas dauern. Der 27-jährige Krokodil-Mann ist schwerer, stärker und erfahrener. Um mit ihm mithalten zu können, müsse "Pangi" noch etwas an Gewicht und Selbstvertrauen zulegen, so der Zoo.
Die Verantwortlichen sind aber zuversichtlich, dass sich die beiden Lederhäute bestens verstehen werden. "Wir gehen fest davon aus, dass 'Pangi' und 'Luzon' schon bald ihrem Auftrag im Sinne der Arterhaltung erfolgreich nachkommen werden und in Australien für Nachwuchs sorgen", betont Prof. Dr. Thomas Ziegler, Aquariumskurator am Kölner Zoo.
Kölner Zoo hat "Pangi" fünf Jahre auf Australien-Abenteuer vorbereitet
Damit das klappt, hat sein Team keine Mühen gescheut: Insgesamt fünf Jahre an Vorbereitungszeit hat es gedauert, bis "Pangi" die Flugreise ans andere Ende der Welt antreten konnte. Unter anderem musste sie an die Transportkiste gewöhnt und auf Herz und Nieren untersucht werden.
"Pangi" ist ein echt kölsches Mädel. Sie schlüpfte im Juli 2013 im Kölner Zoo aus ihrem Ei und ist damit erst das zweite jemals in Europa geborene Philippinenkrokodil.
Seitdem gelangen zehn weitere Nachzuchten bei den vom Aussterben bedrohten Reptilien in der Domstadt - zuletzt 2024 mit der Geburt von "Bagani" und "Marikit". Im Gegensatz zu ihrer Vorgängerin soll das Duo künftig aber nicht mehr im Zoo leben, sondern in die philippinische Freiheit entlassen werden, um dort die Naturbestände zu stärken und überlebensfähig zu halten.