Dämpfer für Uber & Bolt: Steigen die Fahrtpreise in Köln bald auf Taxi-Niveau?
Köln - Wer in Köln spontan ein Uber oder Bolt bestellt, könnte bald deutlich mehr zahlen. Die Stadt plant neue Regeln, damit die Preise von Mietwagen-Diensten und Taxis künftig fast gleich hoch sind.
Konkret soll für Fahrten mit Uber, Bolt und anderen Mietwagen ein Mindestpreis gelten. Dieser müsste laut Plan mindestens 80 Prozent des normalen Taxitarifs betragen. Das berichtet der Kölner Stadt-Anzeiger.
Gleichzeitig sollen Taxis bei Bestellungen per App oder Telefon künftig bis zu 20 Prozent Rabatt geben dürfen. Das Ziel: Preisunterschiede zwischen beiden Angeboten sollen deutlich kleiner werden.
Ein Schlupfloch bleibt allerdings: Wer eine Fahrt mindestens eine Stunde im Voraus bucht, kann weiterhin günstiger unterwegs sein. Die Regel soll vor allem spontane Fahrten betreffen.
Beim Kölner Taxigewerbe sorgt der Plan für große Zustimmung. Man habe "sehr lange dafür gekämpft", sagt Aleksandar Dragicevic von der Taxizentrale. Er findet: "Für alle taxiähnlichen Dienstleistungen sollten die gleichen Regeln gelten."
Preiserhöhung sorgt für Diskussionen und Demo
Ganz anders sieht das Uber. Deutschland-Chef Christoph Weigler warnt vor steigenden Preisen und spricht von einer künstlichen Verteuerung der Mobilität. Eine typische Fahrt von rund neun Kilometern könnte etwa zwölf Euro teurer werden.
Politisch bekommt der Vorschlag im Stadtrat viel Rückhalt, unter anderem von Grünen, CDU und SPD, die Preisdumping verhindern wollen. Widerstand kommt dagegen von der FDP/KSG sowie von Mietwagen-Unternehmen.
Für den 9. März ist bereits eine Demo gegen die Pläne angekündigt.
Titelfoto: Sebastian Gollnow/dpa
