MiQua-Museum in Köln: Baukosten setzen Großprojekt zunehmend unter Druck
Köln - Beim Bau des MiQua – LVR-Jüdischen Museums im archäologischen Quartier Köln stehen in diesem Jahr zwei wichtige Schritte an. Doch das Großprojekt kämpft weiter mit Schwierigkeiten.
Das neue Museum soll 2000 Jahre Kölner Geschichte und Kultur vereinen. Nach der Fertigstellung sollen Besucher hier "archäologische Funde, die die römische und jüdische Zeit zum Leben erwecken" bestaunen können.
Bis dahin könnte es allerdings noch etwas dauern. Denn wie die Stadt mitteilt, sind die Baukosten, etwa im Stahlbau, stark gestiegen. Deshalb müsse man jetzt Einsparungen in zweistelliger Millionenhöhe prüfen.
Zudem gibt es Verzögerungen bei verschiedenen Teilen des Projektes. Für den Innenausbau, die äußere Metall-Glas-Fassade und Pflasterarbeiten müssen etwa neue Firmen gefunden werden.
Trotz aller Verzögerungen bleibt das Ziel bestehen: Das Museum neben dem Kölner Rathaus soll im Juni 2028 baulich fertig sein und Ende 2028 eröffnen.
Noch in diesem Jahr sollen das Medienpädagogische Zentrum und das Prätorium fertig werden. Zudem brachten erst kürzlich neue archäologische Entdeckungen spannende Erkenntnisse: Bei den Bauarbeiten für das Museum stießen Mitarbeitende auf wichtige Funde aus der Römerzeit.
Da man diese Schätze den Besuchern nicht vorenthalten will, muss der geplante Rundgang durch die Ausstellung angepasst werden.
Titelfoto: Oliver Berg/dpa
