"Gehörst du nicht abgeschoben?" So kreativ reagiert Planschemalöör-Sänger auf rassistischen Kommentar

Köln - Juri Rother, Frontmann der Kölsch-Band "Planschemalöör", muss sich in den sozialen Netzwerken mit einer rassistischen Äußerung auseinandersetzen. Auf Instagram hat der Sänger nun eine kreative Antwort gegeben.

Juri Rother mischt seit 2018 mit der Band "Planschemalöör" den Kölner Karneval auf. (Archivbild)
Juri Rother mischt seit 2018 mit der Band "Planschemalöör" den Kölner Karneval auf. (Archivbild)  © imago/Herbert Bucco

"Auch ein Sohn der Wüste. Gehörst du nicht auch abgeschoben?", hatte ein User dem in Köln-Porz geborenen Rother in den sozialen Netzwerken geschrieben - und damit freilich auf die Wurzeln seiner Familie in Panama angespielt.

Wenig später hat der Musiker dem User dann die passende Antwort in einem kurzen Videoclip geliefert - natürlich stilsicher in Reimform.

Angelehnt an den Karnevalshit "Leev Marie" von den Paveiern singt der Planschemalöör-Frontmann darin: "Leev Nazi, du hast ja wohl en Bomb jeköpp. Leev Nazi, auch du kriegst Hexenschuss beim Stippefott [ein traditioneller Tanz im Karneval, Anm. d. Red.]. Leev Nazi, mich abschieben mäht keene Sinn. Weil jeder weß, dass ich Sohn von Kölle bin."

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Zudem zeigt Rother zum Abschluss einen geküssten Mittelfinger in die Kamera.

Die kreative Antwort wird indes von den Fans der Band gefeiert. So attestiert ein User dem Musiker eine "perfekte Reaktion", während ein anderer bilanziert: "SO! Und nicht anders!"

Titelfoto: IMAGO / Herbert Bucco

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