Olympia-Bewerbung wackelt? Kölns OB will deutlich mehr Rückhalt

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Von Jonas-Erik Schmidt

Köln - Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester (63/SPD) hat für eine möglichst hohe Zustimmung zu einer Olympia-Bewerbung Nordrhein-Westfalens geworben und vor den Folgen eines knappen Ergebnisses bei den geplanten Bürgerentscheiden gewarnt.

Köln soll bei Olympia eine Schlüsselrolle spielen: Unter anderem ist ein Leichtathletikstadion in der Domstadt geplant. (Symbolbild)
Köln soll bei Olympia eine Schlüsselrolle spielen: Unter anderem ist ein Leichtathletikstadion in der Domstadt geplant. (Symbolbild)  © Mike Egerton/Press Association/dpa

Ohne einen klaren Rückhalt in der Bevölkerung werde das Projekt politisch an Gewicht verlieren, sagte Burmester der Deutschen Presse-Agentur. "50 Komma irgendwas Prozent wären zu wenig", so der Bürgermeister.

NRW müsse geschlossen auftreten, um im weiteren Auswahlprozess nicht zurückzufallen, betonte Burmester. "Eine so weitreichende Entscheidung muss von einer breiten Mehrheit getragen werden."

NRW möchte ebenso wie München, Berlin und Hamburg als deutscher Kandidat für die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 ins Rennen gehen.

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Voraussetzung wäre jeweils eine Zustimmung bei Bürgerentscheiden in allen beteiligten Kommunen. In München sprach sich Ende Oktober bereits eine Mehrheit von 66,4 Prozent für ein Olympia-Projekt aus.

Bis Herbst 2026 will der Deutsche Olympische Sportbund entscheiden, welcher deutsche Bewerber gegen die internationale Konkurrenz antritt.

Köln rückt ins Zentrum der Olympia-Pläne

Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester (SPD, 63) wirbt für eine breite Zustimmung zur Olympia-Bewerbung Nordrhein-Westfalens.
Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester (SPD, 63) wirbt für eine breite Zustimmung zur Olympia-Bewerbung Nordrhein-Westfalens.  © Oliver Berg/dpa

In NRW rückte zuletzt Köln stärker in den Mittelpunkt der Bewerbung. Die Stadt gilt nun als "Leading City". Unter anderem soll in Köln das mögliche Leichtathletikstadion für Olympia entstehen.

Burmester betonte, dass Köln in der Lage sei, ein derartiges Großereignis zu stemmen. Zugleich verwies er auf die Vorzüge des NRW-Modells, an dem mehrere Städte beteiligt sind.

Das Rhein-Ruhr-Gebiet biete mit seiner dichten Struktur und vorhandenen Sportstätten gute Voraussetzungen. NRW könne auf bestehende Anlagen zurückgreifen und auf Neubauten verzichten.

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Geplante temporäre Sportstätten ließen sich nach den Spielen weiter nutzen - so könnten beispielsweise im temporären Leichtathletikstadion Wohnungen entstehen.

Burmester wurde im September 2025 zum Oberbürgermeister von Köln gewählt. Zuvor war er Vorstandsvorsitzender des Deutschen olympischen Sportbundes (DOSB).

Titelfoto: Bildmontage: Mike Egerton/Press Association/dpa, Oliver Berg/dpa

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