Kölner trotzen Aus von "meet & eat": 250 Menschen feiern mit Bügelbrettern am Rudolfplatz

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Köln - Nachdem der beliebte Wochenmarkt "meet & eat" am Rudolfplatz gestrichen wurde, setzen die Menschen jetzt ein kreatives Zeichen – und das sorgt für ordentlich Aufmerksamkeit.

Trotz Aus des Marktes kommen die Menschen weiterhin am Rudolfplatz zusammen.
Trotz Aus des Marktes kommen die Menschen weiterhin am Rudolfplatz zusammen.  © Instagram Screenshot/ meetandeatcologne

Schon zum zweiten Mal haben sich Hunderte Kölnerinnen und Kölner am Donnerstag zum "Bügeln am Hahnentor" getroffen, um die alte Tradition irgendwie am Leben zu halten. Diesmal ohne Marktstände und dafür mit jeder Menge Bügelbretter im Gepäck.

Was erstmal schräg klingt, hat einen einfachen Hintergrund: Die Bretter werden kurzerhand zu improvisierten Stehtischen umfunktioniert. Snacks darauf, Drinks daneben und fertig ist das kleine "meet & eat"-Revival mitten auf dem Rudolfplatz.

Der Hintergrund der Aktion sorgt allerdings weiterhin für Frust im Veedel. Nach mehr als zehn Jahren war Ende März plötzlich Schluss mit dem beliebten Treffpunkt.

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Die Stadt ließ die Genehmigung auslaufen, weil der Markt nicht mehr den klassischen Vorgaben entsprach. Sprich: zu wenig frische Lebensmittel, zu viel Gastro.

Für viele ein herber Schlag. Denn der Donnerstagstreff war längst mehr als nur ein Markt. Für viele gehörte das Fest zur Woche dazu.

Markt-Zukunft sorgt weiter für Diskussionen

"Diese Veranstaltung hat Leute zusammengebracht [...] und die Stadt Köln hat es leider nicht geschafft, diesen Markt zu verlängern. Wir bedauern dieses sehr und möchten die Stadt nochmal gerne darauf hinweisen, dass das ganze Veedel dieses wieder aktiv haben möchte", heißt es von einem engagierten Gast in der Instagram-Story von "meetandeatcologne".

Dabei hat die Stadt laut einer Mitteilung Ende März bereits die Voraussetzungen geschaffen, damit der Abendmarkt fortgeführt werden kann. Dieser soll allerdings in Zukunft unter neuem Konzept von der Deutschen Marktgilde eG geführt werden.

Der Plan ist, dass wieder mehr frische Lebensmittel wie Obst, Gemüse, Fleisch, Wurst, Backwaren und Blumen angeboten werden sollen. Die alten Händler sehen darin allerdings keinen Sinn, denn die Menschen kämen nicht zum Einkaufen, sondern zum gemütlichen Beisammensein nach Feierabend.

Zudem steht noch kein genaues Datum fest, wann der neue Markt starten soll. Klar ist aber: Die Kölner geben ihren Lieblings-Spot so schnell nicht auf.

Titelfoto: Instagram Screenshot/ meetandeatcologne

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