Kurz vor Karneval: Kioske fallen durch Jugendschutz-Checks

Köln - An Karneval spielt auch immer wieder das Thema Jugendschutz eine Rolle. Schon im Vorfeld wurden vom Ordnungsamt fleißig Kontrollen in Köln durchgeführt - mit erschreckendem Ergebnis.

Ordnungsamt im Einsatz: Verstöße gegen den Jugendschutz können für Kiosk- und Gastrobetreiber richtig teuer werden. (Symbolbild)  © Henning Kaiser/dpa

Wie die Stadt mitteilt, wurden seit 2024 rund 720 minderjährige Testkäufer eingesetzt, um Alkohol, Tabak, Vapes oder sogar Lachgas zu kaufen. Allein 95 Testkäufe gab es seit Anfang 2026.

Die Bilanz ist übel: In 71 Prozent der Fälle wurden den Minderjährigen verbotene Waren verkauft. Das bedeutet, dass umgerechnet in sieben von zehn Läden beim Jugendschutz weggeschaut wird.

In der vergangenen Woche wurde bei Kontrollen in Kalk und Mülheim in zwei Betrieben bereits der vierte Verstoß gegen das Jugendschutzgesetz festgestellt.

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In weiteren Kiosken tauchten unversteuerte Vapes und Snus auf. Dazu Lebensmittel wie Honig, Schokolade und Energy Drinks, die beigemischte Potenzmittel enthielten.

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Bei einem Betreiber war die Lage so heftig, dass nach Rücksprache mit einem Ermittlungsrichter sogar die Privatwohnung durchsucht wurde. Die Stadt nimmt die Fälle als Anlass, auch an Karneval nicht locker zu lassen. Die Testkäufe laufen unvermindert weiter.

Wer an Minderjährige verkauft, riskiert Bußgelder, Ärger mit mehreren Behörden und im schlimmsten Fall seine Existenz als Betreiber.

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