Köln - Der ColognePride ist am Sonntagnachmittag friedlich zu Ende gegangen und hat in diesem Jahr offenbar neue Dimensionen erreicht.
Nach Angaben der Veranstalter waren rund 1,5 Millionen Menschen beim CSD in Köln dabei. Bei dieser Menge an Demonstrierenden und Feiernden handelt es sich demzufolge um die bisher größte CSD-Demo, die die Domstadt je gesehen hat.
Der Verein zieht ein rundum positives Fazit und bedankt sich bei Polizei, Stadt, Helferinnen und Helfern sowie allen Beteiligten für einen aus ihrer Sicht sicheren und friedlichen Ablauf.
Insgesamt zog sich der ColognePride über zwei Wochen und brachte mehr als 100 einzelne Veranstaltungen in die Stadt.
Der große Demonstrationszug am Sonntag selbst war dann der Höhepunkt: Rund 250 Gruppen waren unterwegs, darunter etwa 90 Wagen. Unter dem Motto "Für Queerrechte. Viele. Gemeinsam. Stark!" zogen sie zusammen stundenlang durch die Innenstadt.
Neben Party auch klare politische Botschaften
Neben der ausgelassenen Stimmung gab es aber auch ernstere Töne: Bereits bei der Eröffnung der Parade wurde darauf hingewiesen, dass der CSD heute wichtiger denn je sei.
Vertreter des ColognePride warnten dabei vor zunehmender Hetze und Angriffen auf queere Menschen und betonten, dass Sichtbarkeit und Zusammenhalt entscheidend bleiben.
Auch politisch war das Ganze wieder ziemlich prominent besetzt: Mit dabei waren unter anderem Karl Lauterbach, Saskia Esken, Claudia Roth, Mona Neubaur, Serap Güler und Jochen Ott. Dazu noch zahlreiche weitere Vertreterinnen und Vertreter aus dem NRW-Kabinett.
Für eine kleine Premiere sorgte außerdem der Kölner Karneval: Erstmals war das Festkomitee offiziell beim CSD vertreten.