Irre Summe für einen Bahnsteig: Stadion-Umbau wird Luxusprojekt

Köln - Der Umbau der Stadion-Haltestelle am Rhein-Energie-Stadion in Köln wird deutlich teurer als gedacht: Für den speziellen Bahnsteig in Müngersdorf könnten am Ende über 40 Millionen Euro fällig werden.

Die Haltestelle am Rhein-Energie-Stadion in Köln soll aufwendig saniert werden. (Archivfoto)
Die Haltestelle am Rhein-Energie-Stadion in Köln soll aufwendig saniert werden. (Archivfoto)  © Sascha Thelen/dpa

Bis zu 41,2 Millionen Euro soll der Umbau der Sonderhaltestelle am Rhein-Energie-Stadion kosten. Genutzt wird sie fast ausschließlich an Spieltagen des 1. FC Köln. Dafür liegt sie aber deutlich näher am Stadion als die normale Haltestelle der Linie 1.

Auslöser für das Mega-Projekt sind neue, 90 Meter lange Stadtbahnen, die künftig auf der Ost-West-Achse fahren sollen. Damit die Züge überall halten können, müssen die Bahnsteige verlängert werden, auch am Stadion. Das berichtet der Kölner Stadt-Anzeiger.

Und genau dort wird es kompliziert. Während die Verlängerung von 17 anderen Bahnsteigen zusammen 11,2 Millionen Euro kosten soll, verschlingt die eine Sonderhaltestelle ein Vielfaches.

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Platzmangel, Sicherheitsauflagen und Fantrennung bei Hochrisikospielen machen einfache Lösungen unmöglich. Weder Richtung Innenstadt noch Richtung Junkersdorf kann problemlos angebaut werden.

Zahlen muss größtenteils die Stadt: 70 Prozent, also rund 29,4 Millionen Euro, bleiben am Kölner Haushalt hängen. Die KVB übernehmen den Rest.

Haltestelle am Stadion: So soll sie aussehen

Die Stadion-Haltestelle in Müngersdorf soll ab 2029 modernisiert und für die neuen Stadtbahnen verlängert werden. (Symbolfoto)
Die Stadion-Haltestelle in Müngersdorf soll ab 2029 modernisiert und für die neuen Stadtbahnen verlängert werden. (Symbolfoto)  © Rolf Vennenbernd/dpa

Der aktuelle Plan: ein zusätzlicher, überdachter Bahnsteig, versetzt angeordnet, damit Heim- und Gästefans getrennt bleiben. So könnten zwei Stadtbahnen gleichzeitig halten.

Dafür müssten allerdings Gebäude abgerissen und neu gebaut werden. Je nach Zugangslösung ließen sich immerhin bis zu 7,5 Millionen Euro sparen.

Schon am 5. Februar soll der Stadtrat über ein externes Planungsbüro entscheiden. Kostenpunkt: 1,5 Millionen Euro.

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Mit dem eigentlichen Bau rechnet die KVB frühestens ab 2029. Köln hat also noch reichlich Zeit, sich an die Summe zu gewöhnen.

Titelfoto: Sascha Thelen/dpa

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