Kein Geld, viele Pläne: Was wird aus Kölns Stadtbahn-Ausbau?

Köln - Der Stadtbahn-Ausbau in Köln bleibt eine Mammutaufgabe und das vor allem wegen des lieben Geldes.

Große Pläne für die Stadtbahn: Neue Strecken, längere Bahnsteige und mehr Barrierefreiheit sind geplant. (Archivfoto)  © Rolf Vennenbernd/dpa

Die Kölner Stadtverwaltung hat den Mobilitätsausschuss jetzt wieder über den aktuellen Stand beim Ausbau des Stadtbahnnetzes informiert.

Klar ist: Es geht voran, aber eben langsamer, als viele hoffen. Das Dezernat für Mobilität macht deutlich, dass die Umsetzung der Projekte angesichts der angespannten Finanzlage bei der Stadt und bei der KVB eine echte Herausforderung bleibt.

Heißt im Klartext: Alles steht unter Finanzierungsvorbehalt und es muss priorisiert werden. Denn die Kosten im öffentlichen Nahverkehr steigen weiter.

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Gleichzeitig fehlen den Kommunen die Mittel, um den ÖPNV aus eigener Kraft auszubauen oder teilweise sogar im bisherigen Umfang zu sichern. Die Lage bleibt laut Stadt "kritisch".

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Ausbau-Offensive bis 2035 trotz Haushaltsdruck

Ob die ehrgeizigen Ausbaupläne umgesetzt werden, hängt entscheidend von der angespannten Finanzlage der KVB ab. (Symbolfoto)  © Monika Skolimowska/dpa

Trotz knapper Kassen hat die Stadt klare Ziele für den Ausbau der Kölner Stadtbahn formuliert. Bis 2035 sollen vor allem Kapazitäten erhöht und neue Stadtteile besser angebunden werden.

Geplant ist unter anderem der Ausbau der Ost-West-Achse, damit auf der Linie 1 künftig längere 90-Meter-Züge fahren können. Auch die Linien 4, 13 und 18 sollen durch längere Bahnsteige fit für größere Züge gemacht werden.

Außerdem steht die Verlängerung der Linie 7 bis nach Köln-Zündorf Süd auf der Agenda. Mit der sogenannten Stadtbahn Süd sollen zudem Rondorf und Meschenich endlich eine direkte Anbindung ans Stadtbahnnetz bekommen.

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Parallel dazu will die Stadt weitere Haltestellen barrierefrei ausbauen, etwa durch höhere Bahnsteige und zusätzliche Aufzüge.

Ob die Projekte tatsächlich umgesetzt werden, hängt vor allem vom Geld ab. Da die KVB ein festgelegtes Defizit nicht überschreiten darf, ist noch unklar, was das konkret für neue Stadtbahnvorhaben bedeutet.

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